Für Kostendämpfungspaket im Medikamentenbereich
Der Branchenverband der Krankenversicherer Prio.Swiss fordert die Einhaltung des Kostendämpfungspaketes im Medikamentenbereich. Dies aus Anlass der Diskussionen über höhere Medikamentenpreise.
Bern. Im Zuge der Debatten rund um die US-Zölle auf Medikamente, die Versorgungssicherheit der Bevölkerung und die Sicherheit des Pharma-Standorts Schweiz wurde kürzlich immer wieder auch über höhere Medikamentenpreise diskutiert. Anlässlich dessen mahnt nun der Branchenverband der Krankenversicherer Prio.Swiss die Einhaltung des zweiten Kostendämpfungspakets im Medikamentenbereich ein. «Höhere Medikamentenpreise sind kein geeignetes Instrument der Standortpolitik», heisst es seitens Prio.Swiss.
Das zweite Kostendämpfungspaket wurde 2025 vom Parlament verabschiedet. Es soll dazu dienen, die Gesundheitskosten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) zu senken. Darin vorgesehen sind unter anderem Mengenrabatte auf die umsatzstärksten Medikamente, die an die Krankenversicherungen zurückfliessen und die Prämienzahlenden entlasten, sowie vertrauliche Rabatte zwischen Pharmaherstellern und Versicherern, die Patienten einen raschen und kostengünstigen Zugang zu neuen und hochpreisigen Therapien sichern.
«Wir halten das zweite Kostendämpfungspaket für ausgewogen, und es enthält klare Verbesserungen hinsichtlich des Zugangs zu neuen Medikamenten», erklärt die Direktorin von Prio.Swiss Saskia Schenker und ergänzt: «Es ist unverständlich, dass über ein demokratisch beschlossenes Gesetz Grundsatzdiskussionen geführt werden.» (sst)
Quelle: Prio.Swiss
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