© Artfinity - stock.adobe.com

Myokarditis und Perikarditis: Was bringen die neuen ESC-Leitlinien?

Die neuen ESC-Leitlinien im Bereich Myokarditis und Perikarditis 2025 bringen vor allem drei wesentliche Veränderungen: Die Myokarditis und Perikarditis werden erstmals als gemeinsames Spektrum verstanden und unter dem neuen Oberbegriff inflammatorisches myoperikardiales Syndrom (IMPS) zusammengefasst. Weiters rückt die kardiovaskuläre Magnetresonanztomografie (CMR) klar in den Mittelpunkt der nichtinvasiven Diagnostik. Das Management wird zusätzlich stärker risikobasiert und phänotyporientiert strukturiert, also abhängig davon, ob Brustschmerz, Herzinsuffizienz, Rhythmusstörung, Erguss, Tamponade oder Rezidivneigung im Vordergrund stehen.1

Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Einführung des Begriffs IMPS. Dahinter steckt die klinisch sinnvolle Beobachtung, dass Myokard und Perikard anatomisch benachbart sind sowie dass damit verbundene Krankheitsbilder oft ähnliche infektiöse oder nichtinfektiöse Ursachen haben und sich nicht selten überlappen. Die Leitlinie denkt daher nicht mehr nur in den Kategorien der isolierten Myokarditis oder der isolierten Perikarditis. Vielmehr geht sie von einem Kontinuum von Perikarditis über Myoperikarditis/Perimyokarditis bis zur Myokarditis aus. Dies stellt sich für die Praxis besonders hilfreich heraus, da die frühe Erstbeurteilung oft noch keine endgültige Zuordnung erlaubt. Die Stadieneinteilung wurde klarer definiert:

Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:

Login

Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)

Registrieren

Back to top