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Strukturiertes Blutdruckmanagement in der Primärversorgung

Konsequente Hypertoniebehandlung über sieben Jahre reduziert Demenzrisiko

Eine intensive Versorgung mit dem Ziel der Blutdrucksenkung reduziert im Vergleich zur Standardversorgung die Inzidenz von Demenz um 15%. Dies zeigen Ergebnisse des China Rural Hypertension Control Project.

Eine Assoziation zwischen Hypertonie und Demenz ist seit Langem bekannt. Blutdruckkontrolle als Maßnahme der Demenzprävention ist also naheliegend. Trotz zahlreicher Studien zu dieser Fragestellung war die Datenlage zu diesem Vorgehen bislang suboptimal und widersprüchlich, so Dr. Shanshan Zhong vom First Affiliated Hospital der China Medical University, Shenyang, China. War es in der Syst-Eur-Studie vor fast 30 Jahren gelungen, den präventiven Effekt einer Senkung des systolischen Blutdrucks (Zielwert 150mmHg) zu demonstrieren,1 so konnte dieser Erfolg in weiteren Studien nicht reproduziert werden. Dies sei auch die Folge zu kleiner Patient:innenzahlen, zu kurzer Follow-ups und suboptimaler Demenzdiagnostik gewesen, so Zhong. Die offenen Fragen wurden nun durch eine Auswertung des China Rural Hypertension Control Project (CRHCP) mit dem Endpunkt Demenz, deren Ergebnisse Zhong im Rahmen der Hotline 9 des ESC-Kongresses 2026 in München präsentierte, beantwortet. Zuvor hatte CRHCP bereits gezeigt, dass eine intensivierte, Community-basierte Blutdruckintervention über vier Jahre den Blutdruck senkt und die Zahl kardiovaskulärer Ereignisse reduziert.2

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