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Interdisziplinäre Herausforderungen

Herz-Hirn-Achse: Neuromarker und Kognition bei Herzinsuffizienz

Die Herz-Hirn-Achse rückt zunehmend in den Fokus der Herzinsuffizienzforschung. Kognitive Einschränkungen beeinflussen Therapieerfolg und Prognose, bleiben jedoch vielfach unerkannt. Ultrasensitive Blutmarker könnten künftig die diagnostischen Möglichkeiten zur frühzeitigen Erfassung neurodegenerativer Prozesse erweitern.

Herzinsuffizienz geht häufig mit kognitiven Einschränkungen einher, die den Verlauf der Erkrankung und die Prognose massgeblich beeinflussen. Mehr als 40% der Patient:innen weisen Symptome auf, die auf eine kognitive Dysfunktion hinweisen.1 Hierzu zählen insbesondere Defizite des Arbeitsgedächtnisses, der Aufmerksamkeit und der Verarbeitungsgeschwindigkeit; während akuter Dekompensationen kommt es häufig zu einer weiteren Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähigkeit. Patient:innen, die zusätzlich zu einer Herzinsuffizienz kognitiv beeinträchtigt sind, zeigen zudem ein signifikant erhöhtes Risiko für unerwünschte klinische Ereignisse wie Stürze, ungeplante Hospitalisierungen, inadäquate Therapieadhärenz und erhöhte Mortalität.2–3 Dies führt nicht nur zu einer erheblichen Mehrbelastung des Gesundheitssystems, sondern geht auch mit einer deutlichen Minderung der Lebensqualität einher. Darüber hinaus erschwert eine kognitive Beeinträchtigung das Selbstmanagement und die korrekte Einnahme prognostisch relevanter Medikamente, was den Krankheitsverlauf ungünstig beeinflussen kann.

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