Wie Wüstenstaub die Gesundheit gefährdet
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Bedingt durch den Klimawandel transportieren Stürme immer mehr Wüstenstaub nach Europa. Eine neue Studie zeigt, wie der Staub die Gesundheit gefährdet.
Villigen. Zwar habe sich die Anzahl der Stürme, die Wüstenstaub aus der Sahara und den arabischen Wüsten nach Europa transportieren, nicht erhöht, sagt Petros Vasilakos vom Zentrum für Energie- und Umweltwissenschaften am Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen. «Aber die Stürme sind im Verlauf der betrachteten zehn Jahre intensiver geworden und transportieren dadurch immer mehr Staub nach Europa.» Forschende um Vasilakos haben nun untersucht, wie sich das auf die Gesundheit auswirkt. Das Ergebnis: Die erhöhte Wüstenstaubkonzentration in der Luft ist äusserst gefährlich. An Tagen mit erhöhtem Wüstenstaubaufkommen sterben deutlich mehr Menschen infolge von Herzinfarkten und Atemproblemen als an anderen Tagen.
Längerfristige Auswirkungen des Wüstenstaubs auf die Gesundheit, etwa in Form einer Erkrankung an Asthma, chronischer Bronchitis oder Staublunge, liessen sich nur durch aufwendige Langzeitstudien eindeutig belegen, meinen die Forscher. Damit vulnerable Menschen an Wüstenstaubtagen Vorsichtsmassnahmen ergreifen können, empfehlen sie aber, Systeme einzurichten, die vor hohen Wüstenstaubkonzentrationen in der Luft warnen, wie es sie zur Warnung vor hohen Feinstaubkonzentrationen schon gibt.
Für die Studie wurde die bisher umfassendste Datenerhebung zu Wüstenstaub in Europa erstellt. Praktisch alle verfügbaren Messreihen wurden einbezogen, was durch die Beteiligung von mehr als fünfzig Forschern in ganz Europa möglich war. (sst)
Quelle: Zentrum für Energie- und Umweltwissenschaften am Paul Scherrer Institut (PSI)
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