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Neuropsychopharmakologie

Das Endocannabinoidsystem als potenzieller therapeutischer Ansatzpunkt bei Substanzkonsumstörungen

Das Endocannabinoidsystem (ECS) spielt eine zentrale neuromodulatorische Rolle bei der Regulation von Stress- und Belohnungsprozessen. Eine gezielte pharmakologische Manipulation des ECS stellt daher einen potenziellen Ansatzpunkt für die Behandlung psychiatrischer Störungsbilder mit pathologisch verändertem Stress- und Belohnungsverhalten dar, wie dies bei Substanzkonsumstörungen der Fall ist.

Die Entdeckung des endogenen Cannabinoidsystems erfolgte schrittweise im Zuge der Erforschung der Wirkmechanismen von Cannabis. Seit mehreren Jahrtausenden – lange bevor medizinische Interventionen im heutigen Sinne evidenzbasiert geprüft wurden – nutzten Menschen die Wirkungen von Cannabis sativa zur Linderung von Schmerzen, zur Beruhigung oder bei Angstzuständen.1 Diese lange Nutzungsgeschichte kontrastiert bemerkenswert mit der vergleichsweisen jungen wissenschaftlichen Erforschung des zugrunde liegenden biologischen Systems: des Endocannabinoidsystems (ECS).

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