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Zwischen Anspruch und Realität

Klassifikationssysteme für intraoperative Komplikationen in der Urologie

Intraoperative Komplikationen gehören zum chirurgischen Alltag, deren systematische Erfassung ist jedoch in der Urologie nach wie vor lückenhaft. Vorhandene Klassifikationssysteme werden selten eingesetzt – und wenn, dann oft unscharf oder modalitätsfremd. Für eine verlässliche Qualitätsmessung, Vergleichbarkeit und Transparenz sind präzisere, eingriffsspezifische Ansätze erforderlich.

Qualitätsmessung und Patientensicherheit sind Kernthemen der modernen Chirurgie. Während postoperative Komplikationen in der Regel mit etablierten Systemen wie dem Clavien-Dindo-Klassifikationssystem oder dem weniger bekannten, jedoch sensitiveren Comprehensive Complication Index (CCI) dokumentiert werden, bleibt die systematische Erfassung intraoperativer Komplikationen („intraoperative adverse events“; iAE) oft deutlich zurück.1–3 Um diese Lücke zu schließen, initiierte die Europäische Gesellschaft für Urologie (EAU) die Entwicklung eines neuen Klassifikationssystems, das 2019 als EAU Intraoperative Adverse Incident Classification (EAUiaiC) – ein fünfstufiges Graduierungssystem für intraoperative Komplikationen – publiziert wurde.4

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