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Urothelkarzinom

Enfortumab Vedotin plus Pembrolizumab: vom metastasierten zum kurativen Setting

Innerhalb der letzten zwei Jahre hat die Kombination aus dem Nectin-4-gerichteten Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Enfortumab Vedotin und Pembrolizumab die platinbasierte Chemotherapie als Erstlinienstandard beim metastasierten Urothelkarzinom abgelöst. Mit EV-303 und EV-304 liegen nun auch im perioperativen Setting für Cisplatin-ungeeignete und für Cisplatin-fitte Patient:innen positive Phase-III-Daten vor.

Die systemische Therapie des Urothelkarzinoms (UC) war lange von einem einzigen Wirkprinzip bestimmt. Mit Gemcitabin/Cisplatin bzw. MVAC lag das mediane Gesamtüberleben (OS) im metastasierten Stadium bei 14–15 Monaten.1 Gleichzeitig können bis zu 50% der Patient:innen keine Cisplatin-haltige Chemotherapie erhalten – hauptsächlich aufgrund einer eingeschränkten Nierenfunktion oder weiterer Kriterien (ECOG ≥2, Polyneuropathie, Hörminderung ≥Grad 2, Herzinsuffizienz NYHA ≥III).2 Die Checkpoint-Inhibition brachte als Erhaltungstherapie nach Platin und in Kombination mit Cisplatin/Gemcitabin (CheckMate 9013) inkrementelle Verbesserungen, erreichte aber jeweils nur jenen Anteil an Patient:innen, die eine Chemotherapie überhaupt tolerieren.

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