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Affektstörungen

State of the Art: Diagnose und Behandlung bipolarer Störungen

Derzeit wird die S3-Leitlinie zur Behandlung bipolarer Störungen überarbeitet, sie soll 2026 in Form einer neuen Living-Guideline erscheinen. Beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) gaben Prof. Dr. Michael Bauer und Prof. Dr. Martin Schäfer, die führend an der Koordinierung der Leitlinie beteiligt sind, einen Überblick über das Krankheitsbild und die derzeitigen Behandlungsoptionen.

Die bipolare Störung gehört zu einem der häufigsten psychiatrischen Krankheitsbilder. Sie geht mit einem hohen Leidensdruck für die Betroffenen einher und ist eine der häufigsten Ursachen für funktionelle Einschränkungen, insbesondere Frühberentung.1 Viele Patient:innen haben Probleme in persönlichen Beziehungen (80%), im Schul- und Arbeitskontext (73%), zeigen Suchtverhalten oder Substanzmissbrauch (72%), haben Schwierigkeiten mit den persönlichen Finanzen (55%) oder körperliche Gesundheitsprobleme (46%).2 Zudem geht die bipolare Störung mit dem höchsten Suizidrisiko innerhalb der psychiatrischen Erkrankungen einher: Bis zu 50% der Betroffenen unternehmen im Laufe der Erkrankung einen Suizidversuch, 5% der Todesfälle bei erkrankten Frauen und knapp 10% bei erkrankten Männern sind auf Suizide zurückzuführen – im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ist die Suizidrate um bis zu 15–30-fach erhöht.3–7

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