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ERS 2020

Die Spätfolgen einer Covid-19-Pneumonie

Pneumologie | Infektiologie
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Bereits vor Monaten häuften sich Berichte über den schlechten Zustand von Patienten nach schweren Covid-19-Erkrankungen. Nun sind erste Daten aus prospektiven Kohorten verfügbar. Sie zeigen deutliche Einschränkungen der Lungen- und Herzfunktion, die jedoch zumindest bei einem Teil der Betroffenen reversibel sind.

Im Rahmen des diesjährigen Kongresses der European Respiratory Society (ERS) wurde die erste prospektive Studie zu den Spätfolgen einer schweren Covid-19-Erkrankung vorgestellt. Die Patienten kommen aus einem der ersten Covid-Hot-Spots in Europa: aus Tirol. Sie wurden an der Innsbrucker Universitätsklinik, dem Krankenhaus St. Vinzenz Zams und dem Reha-Zentrum Münster rekrutiert. Insgesamt wurden mittlerweile 150 konsekutive Patienten in die Studie eingeschlossen, Daten der ersten 86 Patienten wurden nun ausgewertet. Untersuchungen erfolgten sechs, zwölf und 24 Wochen nach der Entlassung aus der Klinik. Im Rahmen der Untersuchungen wurden Laborparameter erhoben, Blutgasanalysen, Lungenfunktionstests, Lungen-CT sowie Echokardiogramme durchgeführt. Die bereits ausgewerteten Patienten waren im Durchschnitt 61 Jahre alt und zu 65% Männer. Annähernd die Hälfte waren Raucher oder Exraucher und 65% übergewichtig oder adipös. Die Schwere der Erkrankung war sehr unterschiedlich: 18 Patienten (21%) mussten auf der Intensivstation behandelt, 16 (19%) davon invasiv beatmet werden. Der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt betrug 13 Tage.

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