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ERS 2020

App bewahrt Ärzte vor leichtfertigen SABA-Verschreibungen

Pneumologie
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Ein simples Tool auf dem Praxiscomputer warnt den Arzt davor, zu viele SABA-Rezepte auszustellen. In einer Studie in Londoner allgemeinmedizinischen Praxen bewährte sich diese App. Sowohl die Reliever-Verschreibungen als auch Asthmaexazerbationen wurden reduziert.

Der Übergebrauch kurzwirksamer Bronchodilatatoren (SABA) durch Patienten mit schlecht kontrolliertem Asthma ist mit erhöhter Mortalität und vermehrten Exazerbationen assoziiert. Dies ist in einigen wenigen Ländern wie zum Beispiel Australien, wo SABA rezeptfrei erhältlich sind, eine Frage unzureichender Patienteninformation, in den meisten Ländern jedoch kommt der erhöhte SABA-Gebrauch nicht ohne ärztliches Zutun zustande. Im Rahmen des virtuellen ERS wurde nun eine App präsentiert, die Ärzte alarmieren soll, wenn ihre Patienten zu oft zum Reliever greifen. Die App ist ein einfaches Tool, das am Computer in der Ordination installiert wird und den Verschreiber warnt, wenn er die Akte eines Patienten öffnet, der innerhalb von drei Monaten drei SABA-Verschreibungen erhalten hat. Die App schlägt vor, den Patienten zu reevaluieren und die Therapie zu überdenken. Die Schwelle wurde sehr hoch angesetzt, zumal beispielsweise in der schwedischen HERA-Kohorte SABA-Übergebrauch durch die Verwendung von mehr als zwei Packungen SABA (zu jeweils 150 Dosen) im Jahr definiert war.

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