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Neue Standards für follikuläres Lymphom und Mantelzelllymphom

Durch neue immunbasierte und zielgerichtete Therapien befindet sich die Therapielandschaft der indolenten Lymphome im Wandel. Beim follikulären Lymphom (FL) setzen neue Antikörperkombinationen ab der Zweitlinie Maßstäbe, beim Mantelzelllymphom (MCL) rücken BTK-Inhibitoren und chemofreie Konzepte in den Vordergrund. Entscheidend ist zunehmend die risikoadaptierte Auswahl der Therapie nach Biologie, Alter und Komorbiditäten.

Das follikuläre Lymphom ist mit etwa 20–35% aller Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) das häufigste niedrigmaligne Lymphom.1 Klinisch reicht das Spektrum von langjährig indolenten Verläufen bis zu früh therapiebedürftiger, rasch progredienter Erkrankung. Ein Progress innerhalb von 24 Monaten nach Erstlinientherapie (POD24) definiert bei ca. 20% der Patient:innen eine Hochrisikokonstellation mit deutlich eingeschränktem Gesamtüberleben und stellt eine therapeutische Herausforderung dar.2

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