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Neue Daten zu Gerinnungsstörungen und Antikoagulation

Erste Erfolge mit der Gentherapie bei der Hämophilie

Zur 70. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH) Mitte Februar 2026 kamen in Bonn über 1000 hämostaseologische Expertinnen und Experten zusammen. Das umfangreiche Programm beinhaltete zahlreiche neue Studiendaten sowie Poster- und Fortbildungssitzungen zu zahlreichen Themen wie Hämophilie, Antikoagulation, Thrombosen und Lungenembolien.

Die Gentherapie ist ein Paradigmenwechsel im Hämophiliemanagement. Denn sie ermöglicht eine kontinuierliche Faktorexpression ohne prophylaktische Infusionen“, konstatierte Prof. Dr. Wolfgang Miesbach, Frankfurt/Main.1 Bereits seit einigen Jahren sind bei der Hämophilie A und B zwei AAV-basierte (Adeno-assoziierter Virus) Gentherapien zugelassen. In klinischen Studien wurden inzwischen 400, nach Zulassung >100 Betroffene mit dieser neuen Therapieoption behandelt. Mittlerweile liegen Langzeitdaten über 13 Jahre aus einer frühen Phase-I-Studie vor, die die anhaltende Effektivität dieses Ansatzes mit einer Reduktion annualisierter Blutungsraten bei der Hämophilie B belegen:2 Sieben der zehn Männer mit Hämophilie B benötigten langfristig nach einer Einzelinfusion eines AAV-Vektors keine Prophylaxe mit Faktor IX (FIX) mehr. Hemmkörper gegen FIX, Thrombosen, persistierende Leberwerterhöhungen oder Todesfälle wurden nicht beobachtet.

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