© Peddalanka Ramesh Babu iStockphoto

Neue Antibiotika gegen multiresistente Erreger

Antibiotikaresistenzen stellen ein immer grösseres Problem dar. Neue Antibiotika mit zum Teil neuartigem Wirkmechanismus sind ein Teil der Lösung dieses Problems.

Weltweit sind Bakterien, die gegen gängige Antibiotika resistent sind, auf dem Vormarsch. Nicht selten verursachen diese Erreger bei ohnehin schon schwer kranken Patienten Infektionen, die mit herkömmlichen Antibiotika kaum oder nicht mehr behandelbar sind. Infektionen mit resistenten Erregern sind mit einer deutlich erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert. In Europa versterben jährlich bis zu 33000 Menschen direkt an den Folgen einer Infektion mit Antibiotika-resistenten Erregern.1 Ohne Massnahmen werden im Jahr 2050 mehr Menschen an Infektionen mit Antibiotika-resistenten Erregern versterben als an Krebserkrankungen. Dies trifft v.a. auf Infektionen mit multiresistenten Gram-negativen Bakterien zu, wie z.B. Carbapenem-resistenten Enterobacterales, Pseudomonas aeruginosa oder Acinetobacter baumannii. Auch wenn die Rate an resistenten Erregern in der Schweiz im europäischen Vergleich niedrig ist (Abb. 1), ist das Problem allgegenwärtig: sei es bei der fehlenden oralen Therapieoption bei einem an sich banalen Harnwegsinfekt (HWI) oder bei einer fast nicht mehr oder nur mit potenziell toxischen Antibiotika (z.B. Colistin) zu behandelnden Infektion mit multiresistenten Gram-negativen Bakterien bei einem aus dem Ausland repatriierten Patienten.

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