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14. Österreichischer Infektionskongress

Antibiotikatherapie: Cefiderocol und die Zukunft

Beim 14. Österreichischen Infektionskongress unternahmen zwei ausgewiesene Experten eine Bestandsaufnahme der Therapiesituation im resistenten gramnegativen Bereich und blickten dabei auch in die Zukunft.

Eine neuartige Strategie der antimikrobiellen Therapie ist die Verwendung von Hybridantibiotika. Hier gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Option Nummer 1 ist die Hybridisierung von zwei Molekülen, von denen jedes unterschiedliche antimikrobielle Ansatzpunkte hat. Option Nummer 2 ist die Verbindung eines Antibiotikums mit einem Molekül, das für den beschleunigten Transport des Hybrids verantwortlich ist. „Zur letzteren Gruppe gehört auch Cefiderocol“, so OA Dr. Oskar Janata, Klinik Donaustadt, Wien. In diesem Fall bedeutet das, dass ein Cephalosporin, das strukturell dem Ceftazidim und dem Cefepim ähnelt, mit einer Katecholstruktur mit siderophoren Eigenschaften verbunden wurde. Der Siderophor-Anteil wird von einem aktiven Eisentransportsystem der Zelle erkannt, sodass das Cefiderocol-Molekül in den periplasmatischen Raum der Bakterienzelle gelangt, wo es aufgespalten wird. Das Cephalosporin kann dann an Penicillin-bindende Proteine gebunden werden und übt so seine Wirkung aus.

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