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Noch viele ungeklärte Fragen

Aktuelle Erkenntnisse über das Alongshan-Virus

Forscher:innen des Zentrums für Virologie der MedUni Wien unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Judith Aberle haben erstmals das Vorkommen des Alongshan-Virus in Österreich nachgewiesen. In ihrer aktuell publizierten Studie zeigen sie anhand genetischer Analysen von Zeckenproben, dass sich das Virus bereits vor mindestens 20 Jahren in Mitteleuropa etabliert hat.

J. Aberle: Das Alongshan-Virus wurde vor wenigen Jahren erstmals in China entdeckt. Inzwischen ist bekannt, dass sein Vorkommen nicht auf Asien beschränkt ist, sondern dass es sich auch in Europa ausgebreitet hat. Es wird durch Zecken übertragen und gehört zur Familie der Flaviviren, zu der auch bekannte Krankheitserreger wie das FSME-Virus, West-Nil-, Dengue- und Gelbfieberviren zählen. Während diese Viren seit Jahrzehnten intensiv erforscht werden, steht die Erforschung des Alongshan-Virus noch am Anfang. Viele zentrale Fragen sind noch ungeklärt: Wie verbreitet ist das Virus? Wie hoch ist das Übertragungsrisiko, welche Erkrankungen kann es beim Menschen verursachen und wie lassen sich Infektionen zuverlässig nachweisen?

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