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Interdisziplinäre Herausforderung

Ansätze und etablierte Methoden der Diagnostik und Therapie bei neurogenen Schluckstörungen

Störungen des Schluckaktes können erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität und im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Situationen (z. B. pulmonale Aspiration) zur Folge haben. Daher ist eine gründliche Diagnostik erforderlich, um eine adäquate Therapie erfolgreich umsetzen zu können. Bewährte und moderne diagnostische und therapeutische Verfahren bieten ein umfassendes Spektrum an Möglichkeiten an, um neurogene Schluckstörungen beständig in Remission zu bringen.

Schlucken ist ein komplexer Vorgang, an dessen physiologischem und unkompliziertem Ablauf in der Endstrecke 5 Hirnnervenpaare, 3 spinale Segmente (C1–C3) und bis zu 50 Muskeln bzw. Muskelpaare verantwortlich sind. Für eine geordnete Schlucksequenz, insbesondere im Hinblick auf die Schnittstelle Nahrungs-/Luftweg im Rachen, muss eine exakte Steuerung im zentralen Nervensystem (ZNS) gewährleistet sein. Dafür sind verschiedene Zentren im Hirnstamm, im Kortex und subkortikal sowie übergreifende Netzwerke verantwortlich. Sie steuern den Schluckablauf und können auch noch während des Schluckaktes durch Rückkoppelungsschleifen diesen modulieren, sodass ein Irrweg der oral aufgenommenen Nahrung in den Luftweg zuverlässig vermieden wird.1–5

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