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Schmerztherapie

Neuropathischer Schmerz: aktuelle Leitlinien zur medikamentösen und nichtmedikamentösen Therapie

Oft ist die adäquate Behandlung neuropathischer und chronischer Schmerzen eine Herausforderung in der Praxis. Viele Patient:innen haben trotz Medikation mit anhaltenden Schmerzen zu kämpfen. Umso wichtiger ist daher die adäquate Gewichtung der leitliniengerechten Therapie des neuropathischen Schmerzes.

Laut einem systematischen Review von Van Hecke et al. wird die Prävalenz des neuropathischen Schmerzes in Europa auf 7–10% der Bevölkerung geschätzt.1,2 Bei den häufigsten Ursachen neuropathischer Schmerzen liegt die Prävalenz jedoch deutlich höher. Beispielsweise liegt die europäische Prävalenz der schmerzhaften diabetischen Neuropathie nach einem systematischen Review zwischen 6 und 34%.3 Es gibt in Deutschland 9 Millionen Menschen mit Diabetes, davon 8,5 Millionen mit Diabetes Typ 2, bei einer Dunkelziffer von ca. 2 Millionen zusätzlich. Die Prävalenz der diabetischen Neuropathie liegt beim Diabetes Typ 1 zwischen 8 und 54%, bei Diabetes Typ 2 zwischen 13 und 46%. Die schmerzhafte diabetische Neuropathie liegt zwischen 13 und 26%.1 In der einzigen für Österreich verfügbaren Studie zur Prävalenz der neuropathischen Schmerzen beträgt diese auf Basis von 7707 Patienten 3,3%.

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