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Serie Notfallmedizin

Thermische Verletzungen: Es gibt keine zweite Erste Hilfe

Verbrühungen und Verbrennungen kommen in der Notfallmedizin häufig vor. Zwei Drittel ereignen sich im Haushalt, ein Fünftel bei der Arbeit und jede zwanzigste schwere Verbrennung ereignet sich in einem suizidalen Kontext.1 Dr. med. Marius Schlienger, Oberarzt an der Universitätsklinik für Notfallmedizin des Inselspitals, Universitätsspital Bern, erklärte in seinem Vortrag am FOMF Notfallmedizin Update Refresher, was bei thermischen Verletzungen sowie bei systemischer Hyperthermie zu beachten ist und wie sie behandelt werden.

Die meisten Verbrennungen, die in den Notfallberichten aufgeführt sind, sind keine Verbrennungen, sondern Verbrühungen», stellte der Referent zu Beginn fest. Verbrühungen gehen auf eine feuchte thermische Einwirkung von Flüssigkeiten, Wasser, Öl oder Dampf zurück. Verbrennungen entstehen bei einer trockenen thermischen Einwirkung, wie etwa bei der Berührung einer heissen Oberfläche wie einer Herdplatte. Auch Flammen, Blitze, Strahlung (z.B. durch die Sonne oder Radiotherapie) sowie Strom, Chemie (Säuren, Laugen) oder Reibungshitze verursachen Verbrennungen.

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