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HLA und HPV beim Zervixkarzinom

Wenn das Immunsystem den Unterschied macht

Nicht jede HPV-Infektion führt zu einem Zervixkarzinom. Bei der Mehrzahl der Frauen wird das Virus innerhalb einiger Monate durch das Immunsystem eliminiert; bei einem Teil der Betroffenen jedoch persistiert die Infektion und kann schließlich zur malignen Transformation führen. Die Ursachen dieser Persistenz sind multifaktoriell – neben viralen und umweltbedingten Faktoren spielen auch genetische Wirtsfaktoren eine Rolle. Insbesondere Polymorphismen im Human-Leukocyte-Antigen-System (HLA) könnten beeinflussen, wie effektiv virale Antigene präsentiert und erkannt werden. Damit könnten HLA-Varianten mitbestimmen, ob eine HPV-Infektion kontrolliert und eliminiert wird – oder persistiert und zur Karzinogenese beiträgt.

Das Zervixkarzinom zählt weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. Rund 660000 Neuerkrankungen und etwa 350000 Todesfälle werden jährlich registriert – die Mehrheit in Ländern mit eingeschränktem Zugang zu HPV-Impfung und Früherkennung.1 In nahezu allen Fällen ist eine persistierende Infektion mit onkogenen humanen Papillomaviren (HPV) nachweisbar, insbesondere mit den Hochrisikotypen HPV-16 und -18.2 Dennoch bleibt eine zentrale Frage der Pathogenese weiterhin unbeantwortet: Warum heilen die meisten HPV-Infektionen spontan ab, während ein kleiner Anteil persistiert und letztlich zur malignen Transformation führt?

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