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Moderne Behandlung supraventrikulärer Tachykardien

Allgemeine Innere Medizin | Kardiologie & Gefäßmedizin
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Supraventrikuläre Tachykardien sind in der täglichen Praxis ein häufiges Krankheitsbild mit breiter Differenzialdiagnose und vielen Therapiemöglichkeiten. Ein strukturierter Ansatz in der Beurteilung kann sowohl die notfallmässige Diagnostik als auch die anschliessende Therapiewahl massgeblich vereinfachen. Mit der modernen kathetergestützten elektrophysiologischen Untersuchung und Ablation steht heutzutage eine komplikationsarme und sehr erfolgversprechende Möglichkeit für die langfristige Behandlung zur Verfügung, welche der medikamentösen Langzeittherapie meistens vorzuziehen ist.

Unter physiologischen Bedingungen nimmt die elektrische kardiale Erregung ihren Ursprung im rechtsatrial gelegenen Sinusknoten im Bereich des Eintritts der Vena cava superior in den rechten Vorhof. Nach der Impulsbildung im Sinusknoten gelangt die elektrische Aktivierung über die Vorhöfe auf Klappenhöhe zum AV-Knoten, wo der Impuls verzögert und anschliessend über das His’sche Bündel auf den linken und rechten Tawara-Schenkel und von dort aus über Purkinje-Fasern ins ventrikuläre Myokard weitergeleitet wird (Abb. 1). Anhand der Erregungsausbreitungsrichtung in den Vorhöfen (von superior nach inferior sowie von rechts nach links gerichtet) ergibt sich die typische elektrokardiografische Morphologie der P-Welle im Sinusrhythmus: regelmässige P-Wellen mit positiver Deflektion in den inferioren EKG-Ableitungen (positive P-Wellen in II/III/aVF) sowie positiv in den nach links orientierten Ableitungen (positiv in I, dominant negativ in V1) (Abb. 2a, 3a).

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