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Gesundheit und Medizin

Schweizer Senioren fühlen sich gesund – trotz chronischer Leiden

Neuenburg - Der über 65-jährigen Wohnbevölkerung in der Schweiz geht es im internationalen Vergleich gut. Nur in Neuseeland fühlen sich Ältere subjektiv noch gesünder. Im Vergleich zu den beiden früheren Befragungen 2017 und 2014 haben sich die Werte der Schweizer Senioren stetig verbessert. Allerdings: Knapp die Hälfte leidet an zwei oder mehr chronischen Erkrankungen.

Gut acht von zehn Schweizer Befragten bezeichneten 2021 ihren Gesundheitszustand als gut bis ausgezeichnet. Vor vier Jahren lag der Wert um 1,9 Prozentpunkte tiefer und die Schweiz lag im weltweiten Ranking noch an vierter Stelle (2014: Rang sechs). Allerdings berichtet fast ein Viertel der Senioren von Einschränkungen in grundlegenden Aktivitäten des Alltags wie etwa aus dem Bett aufstehen. International ist das der zweithöchste Wert. Diese Ergebnisse gehen aus einer Umfrage hervor, die unter der Schirmherrschaft der Stiftung Commonwealth Fund in elf Ländern durchgeführt wurde und in der Schweiz unter der Leitung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) steht.

Mehrere chronische Leiden

Konkret berichten demnach 47,1 Prozent der Befragten über zwei oder mehr chronische Erkrankungen, vor allem Bluthochdruck und Arthritis. Bei der Anzahl chronischer Gebrechen liegt die Schweiz damit wie schon in früheren Befragungen im Mittelfeld.

Allerdings haben die Senioren die Probleme mittlerweile besser im Griff: 64 Prozent gaben 2021 an, einen Behandlungsplan zu haben. 2017 war das noch nicht einmal bei der Hälfte der Betroffenen der Fall. Fast zwei Drittel der Befragten müssen mindestens zwei verschriebene Medikamente nehmen – auch hier liegt man im internationalen Vergleich im Mittelfeld.

Lücken bei medizinischer Versorgung

Mit 97 Prozent der Auskunftspersonen hat der überwiegende Teil einen Hausarzt und in neun von zehn Fällen erhalten die Befragten noch am selben Tag eine Antwort, wenn sie ihre Hausarztpraxis mit einem medizinischen Anliegen kontaktieren. Dagegen empfindet es die Hälfte der Senioren als schwierig, am Abend, am Wochenende oder an Feiertagen medizinische Versorgung zu erhalten, ohne dabei einen Notfalldienst zu besuchen.

Alles in allem sind dennoch über 77 Prozent der Befragten sehr oder vollständig zufrieden mit der Qualität der medizinischen Versorgung – ein etwas geringerer Wert als 2017. (sda/red)

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