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Entwicklung der Lungenkrebsstatistik in Österreich bis 2030

Zukunftsplanung für die Gesundheitsversorgung

Pneumologie | Onkologie
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Jatros
30. April 2020
Autor:
Ass.-Prof. DDr. Daniela Haluza

Abteilung für Umwelthygiene und Umweltmedizin<br> Zentrum für Public Health<br> Medizinische Universität Wien<br> E-Mail: daniela.haluza@meduniwien.ac.at

<p class="article-intro">Die Beantwortung der Frage „Wie viele Krebskranke gibt es in Österreich?“ ist nicht nur von gesundheitspolitischem, sondern für viele Menschen auch von großem persönlichem Interesse. Aktuelle Schätzungen gehen von etwa 38 000 neu diagnostizierten Krebsfällen pro Jahr in Österreich aus. Die am häufigsten diagnostizierten Krebsarten sind Prostata-, Lungen- und Darmkrebs bei Männern sowie Brust-, Lungen- und Darmkrebs bei Frauen.</p>
<p class="article-content"><div id="keypoints"> <h2>Keypoints</h2> <ul> <li>Die Krebspr&auml;valenz wird in &Ouml;sterreich bis 2030 um 39 % steigen.</li> <li>Die Pr&auml;valenz des Lungenkarzinoms wird in diesem Zeitraum um 91 % steigen</li> <li>Pr&auml;ventivmedizinische und gesundheitspolitische Ma&szlig;nahmen k&ouml;nnen diese Entwicklung bremsen.</li> </ul> </div> <p>Neben der H&auml;ufigkeit der Krebsneuerkrankungen (Inzidenz) und der Krebssterbef&auml;lle (Mortalit&auml;t) ist auch die Anzahl der Personen, die an Krebs erkrankt und zu einem bestimmten Stichtag am Leben sind (Pr&auml;valenz), relevant f&uuml;r ein umfassendes Bild von Krebserkrankungen in &Ouml;sterreich.<br /> Die fortschreitende &Uuml;beralterung der &ouml;sterreichischen Bev&ouml;lkerung stellt die Gesundheitsversorgung vor gro&szlig;e Herausforderungen.<sup>1</sup> Neben der Erh&ouml;hung der Lebenserwartung ist der Haupttreiber dieses demografischen Wandels die Alterung der Baby-Boomer-Generation, die Ende der 1950er- und Anfang der 1960er-Jahre geboren wurde. Dies f&uuml;hrt dazu, dass sich die bekannte Bev&ouml;lkerungspyramide zunehmend auf den Kopf stellt. Es ist ein erheblicher Anstieg der &auml;lteren Bev&ouml;lkerung (&uuml;ber 65 Jahre) auf fast 2,2 Millionen im Jahr 2030 zu erwarten. Mit h&ouml;herem Alter steigt das Risiko einer Krebserkrankung. Somit stellt sich die Frage, wie sich die H&auml;ufigkeiten der Diagnosen und Sterbef&auml;lle f&uuml;r die unterschiedlichen Krebsarten entwickeln, wenn gleichzeitig die Zahl der &auml;lteren Menschen stark steigt.</p>

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