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DGU-Kongress

Mikrobiom, Harnwegsinfekt und OAB – wie hängt das zusammen?

Urologie & Andrologie | Gynäkologie & Geburtshilfe | Infektiologie
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Urologik
12. Dezember 2019
Autor:
Prof. Dr. med. Dr. phil. Thomas Bschleipfer

F.E.B.U.<br> Chefarzt<br> Klinik für Urologie, Andrologie und Kinderurologie<br> Interdisziplinäres Kontinenz- und Beckenbodenzentrum<br> Klinikum Weiden / Kliniken Nordoberpfalz AG<br> E-Mail: thomas.bschleipfer@klinikennordoberpfalz.ag

<p class="article-intro">Mithilfe modernster Technologien wie der 16S-ribosomalen RNA-Polymerase- Kettenreaktion (16S-rRNA-PCR) konnte der Mythos einer „sterilen Blase“ bzw. eines „keimfreien Urins“, wie er sich oft noch hartnäckig in verschiedenen Bereichen des Lebens hält, widerlegt werden. Durch die Möglichkeit, ursprünglich schlecht oder nicht kultivierbare Bakterien bzw. deren Genome und Metaboliten zu detektieren, entsteht eine gänzlich neue Sichtweise auf Zusammenhänge zwischen Harnwegsinfekten und überaktiver Blase und dadurch bedingt die Möglichkeit, in den kommenden Jahren neue, innovative und hoffentlich auch erfolgreiche Therapien zu entwickeln.</p>
<hr /> <p class="article-content"><p>G&auml;ngige, etablierte Methoden zur Erfassung der mikrobiellen Flora des Urins im Rahmen eines Harnwegsinfekts sind nicht zum Nachweis der meisten nicht pathogenen oder schwer kultivierbaren Bakterien geeignet. So konnte sich lange Zeit irrt&uuml;mlich der Mythos einer &bdquo;sterilen Blase&ldquo; bzw. eines &bdquo;sterilen Urins&ldquo; beim gesunden Menschen halten und im Zusammenhang einer Eigenurintherapie zur St&auml;rkung des Immunsystems, als Allheilmittel gegen Haarausfall, Hautkrankheiten und Allergien bis hin zur K&ouml;rperpflege oder Desinfektion von Wunden verbreitet werden. Die neuerdings auch zur Identifikation der bakteriellen Besiedelung der Blase eingesetzte Sequenzanalyse mittels 16S-rRNA-PCR ist eine universell einsatzbare Technologie f&uuml;r die Detektion und Identifikation verschiedener Bakterien, Mikroorganismen bzw. deren Metaboliten. Mittels dieser Technologie ist inzwischen die Beschreibung eines komplexen Blasenmikrobioms beim gesunden Menschen m&ouml;glich geworden.</p>

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