© magicmine iStockphoto

Lungen- und Atemwegserkrankungen durch Schweißrauch und -gase

Pneumologie
(5,00)
Jatros
30. April 2020
Autor:
Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Zschiesche

Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung,<br> Institut der Ruhr-Universität Bochum (IPA)<br> E-Mail: zschiesche@ipa-dguv.de

<p class="article-intro">Schweißen ist nicht gleich Schweißen! Abhängig von den verwendeten Werkstoffen und Zusatzwerkstoffen ist die gesundheitliche Gefährdung der Atemwege und der Lunge durch die unterschiedlichen Schadstoffbelastungen zu beurteilen. Aber auch die arbeitshygienischen Rahmenbedingungen und etwaige Confounder wie z. B. Tabakkonsum spielen eine Rolle in der Entstehung respiratorischer Erkrankungen.</p>
<hr /> <p class="article-content"><p>Es gibt &uuml;ber 100 verschiedene schwei&szlig;technische Verfahren, zu denen neben dem Verbindungs- und dem Auftragschwei&szlig;en u. a. auch das thermische Schneiden (z. B. Brenn- oder Plasmaschneiden) und Spritzen (z. B. Flammspritzen) sowie das L&ouml;ten geh&ouml;ren. Gemeinsam ist diesen Verfahren ein von au&szlig;en zugef&uuml;hrter Energieeintrag, der den Grundwerkstoff und/oder den Zusatzwerkstoff (z. B. eine Elektrode, ein Lot) aufschmilzt. Als Energietr&auml;ger k&ouml;nnen zum Beispiel die Gasflamme, der elektrische Lichtbogen, der elektrische Spannungsabfall (z. B. beim Widerstandsschwei&szlig;en), mechanische Energie (z. B. beim R&uuml;hrreibschwei&szlig;en), Hei&szlig;elemente (z. B. beim Kolbenl&ouml;ten), exotherme chemische Reaktionen (z. B. beim Thermitschwei&szlig;en), Ultraschall, koh&auml;rente optische Strahlung (bei allen Laserverfahren) und Elektronenstrahlen dienen. Als Werkstoffe werden &uuml;berwiegend Metalle, vor allem St&auml;hle, aber auch Nickelbasiswerkstoffe und Nichteisenmetalle wie Aluminiumlegierungen, Messing, Bronze und andere Kupfer-basierte Legierungen (z. B. in L&ouml;tzusatzwerkstoffen) sowie Kunststoffe (Polymere) bearbeitet bzw. eingesetzt. Bereits in dieser kurzen &Uuml;bersicht wird deutlich, dass es keine einheitliche Gesundheitsgef&auml;hrdung f&uuml;r den Schwei&szlig;er gibt und dass stets eine Beurteilung im Einzelfall erforderlich ist.</p>

Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:

Login

Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)

Registrieren

Back to top