© Hautwerk, Zürich

Wenn der Lappen Haare trägt

Lasertherapie des intraoralen Haarwachstums nach Zungenrekonstruktion

Intraorales Haarwachstum nach Lappenplastiken ist eine vorhersehbare, für Betroffene oft belastende Folge rekonstruktiver Chirurgie im Kopf-Hals-Bereich. Die Laser-Epilation stellt eine wirksame minimalinvasive Therapie dar, ist im enoralen Einsatz jedoch technisch anspruchsvoll und bislang nur begrenzt standardisiert.

Freie und gestielte Lappenplastiken gehören zum Standardrepertoire der rekonstruktiven Mundhöhlenchirurgie, insbesondere nach Tumorresektionen im Kopf-Hals-Bereich.1 Je nach Donorareal wird dabei behaarte Haut intraoral transplantiert – und in vielen Fällen persistiert das Haarwachstum auch nach Einheilung des Transplantats.2,3 rotz benignen Befunds kann es klinisch zu relevantem Leidensdruck kommen, zum Beispiel durch Fremdkörpergefühl, Dysphagie und erschwerte Mundhygiene.3,4 Die Laserepilation zeigt in Fallserien vielversprechendere Ergebnisse als minimalinvasive Therapieoptionen, ist jedoch in der praktischen Durchführung technisch anspruchsvoll. Verfügbare Lasersysteme sind primär für die kutane Anwendung konzipiert, und standardisierte Protokolle für die enorale Anwendung sind bislang nur begrenzt beschrieben.2,5

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