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Weiter Engpass bei Pflegepersonal

Einem aktuellen Obsan-Bericht zufolge herrscht weiter ein Engpass beim Pflegepersonal. Vor allem an diplomierten Kräften mangelt es, und das trotz Pflegeinitiative.

Neuenburg. Mit der Pflegeinitiative «Für eine starke Pflege», die seit 2021 läuft, sollte der Pflegefachkräftemangel bekämpft werden, um so die Qualität der Pflege langfristig zu sichern. Letzteres trotz steigenden Pflegebedarfs bedingt durch die alternde Bevölkerung, trotz einer hohen Zahl an Berufsaussteigern und trotz der bevorstehenden Pensionierungswelle. Fünf Jahre nach dem Start der Initiative herrscht aber weiter ein Engpass beim Pflegepersonal. Es mangelt vor allem an Pflegekräften der sogenannten Tertiärstufe, also an diplomierten Pflegekräften. Das zeigt nun ein neuer Bericht des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan).

Ende 2024 war die Pflegefachperson laut Obsan der am häufigsten ausgeschriebene Beruf in der Schweiz: Circa 8600 Stellen für Pflegefachpersonen waren offen, 61,5 davon in Spitälern und Kliniken, 14,6 Prozent in Alters- und Pflegeheimen, elf Prozent bei Spitex-Organisationen für die Pflege und Unterstützung zu Hause, der Rest bei sonstigen Anbietern von Pflegeleistungen. Als einen wesentlichen Grund für den Mangel nennt der Bericht die hohe Fluktuationsrate. Unter den diplomierten Pflegefachkräften lag sie zuletzt bei 25 bis 35 Prozent. Besonders hoch war sie in Akutspitälern, psychiatrischen Einrichtungen sowie in Alters- und Pflegeheimen. Insgesamt waren rund 320.000 Menschen in der Pflege und Betreuung tätig, die meisten davon in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie in Spitex-Organisationen. 25 bis 35 Prozent der Pflegefachkräfte hatten ihren Abschluss im Ausland gemacht.

Der Bund will der drohenden Verschärfung der Situation unter anderem mit einer Ausbildungsoffensive begegnen, die seit 2024 läuft. Sie beinhaltet etwa die finanzielle Förderung der Pflegeausbildung oder Beiträge an Spitäler, Pflegeheime und Spitex-Organisationen für die Ausbildung von Pflegefachkräften. (sst)

Quelle: Schweizerisches Gesundheitsobservatorium (Obsan)

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