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Sexuelle Gewalt wirkt sich gravierend aus

Eine neue Studie zeigt, dass sexuelle Gewalt gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit der Opfer hat, die auch länger als bisher angenommen anhalten.

Genf. Ein Jahr nach der Tat leiden 71 Prozent der Opfer sexueller Gewalt an depressiven Symptomen, 68 Prozent haben Anzeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung und 57 Prozent eine Angststörung. Mehr als die Hälfte hat ausserdem körperliche Beschwerden wie chronische Schmerzen, Schlafstörungen oder Erschöpfungszustände. Zwei Drittel der sexuell aktiven Opfer geben an, an sexuellen Funktionsstörungen zu leiden.

Diese Zahlen stammen aus einer neuen Studie, die von Forschern am Genfer Universitätsspital koordiniert und in Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital Lausanne, dem Spital Wallis und weiteren Spitälern im Kanton Waadt erstellt wurde. 178 Personen, die zwischen 2022 und 2024 sexuelle Gewalt erlebten, nahmen an der Studie teil. Die Ergebnisse zeigen laut der Studienverantwortlichen Jasmin Abdulcadir, wie gravierend sich sexuelle Gewalt auf die Gesundheit der Opfer auswirkt, und sie zeigen auch, dass die Auswirkungen deutlich länger als bisher angenommen anhalten.

Die Studienautoren merken zudem an, dass eine langfristige Betreuung der von sexueller Gewalt Betroffenen erforderlich sei. Auch ein Ausbau spezialisierter psychologischer Nachsorgeangebote beziehungsweise die Schaffung solcher Angebote an Standorten, wo es diese nicht gibt, sei nötig. (sst)

Quelle: Genfer Universitätsspital (HUG)

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