Neue Studie zur Zukunft der Spitäler
Was die Finanzierung und Steuerung des Spitalwesens anbelangt, habe der Status quo keine Zukunft. Eine Transformation sei unvermeidlich, heisst es in einer neuen Studie.
Bern. Eine abgestufte Versorgung, die Ambulantisierung und die Digitalisierung: Das sind der Studie «Zukunftsperspektiven für die Spitallandschaft Schweiz» zufolge die wesentlichen Treiber der Transformation des Spitalswesens. Die Transformation sei notwendig, da der Status quo keine Zukunft habe, hiess es seitens des nationalen Spitalverbands H+ und des Prüfungs- und Beratungsunternehmens PwC Schweiz bei der Präsentation der Studie. Derzeit stünden die Schweizer Spitäler und Kliniken unter strukturellem Druck. Gleichzeitig nehme der Bedarf an gut koordinierten und hochwertigen Gesundheitsleistungen zu.
Anne-Geneviève Bütikofer, die Direktorin von H+, zu der Transformation: «Es geht darum, das System intelligent und koordiniert umzubauen, das gelingt aber nur, wenn alle Akteure im Gesundheitswesen, die Spitäler, die Politik, die Kantone und Versicherer gemeinsam handeln.» Um für die abgestufte Versorgung Versorgungsnetzwerke aufzubauen, vermehrt Leistungen im ambulanten Bereich anzubieten und die digitale Innovation voranzutreiben, müssten zudem die Rahmenbedingungen stimmen.
Dabei haben laut den Studienverfassern drei Themen Priorität: Die Tarife müssten die realen Kosten im ambulanten und stationären Bereich abdecken. Ausserdem müsse die Ambulantisierung konsequent gefördert werden, dies unter anderem, indem die ambulanten Pauschalen weiterentwickelt werden. Schliesslich dürfe die Spitalsplanung nicht an den Kantonsgrenzen enden, stattdessen müsse in Versorgungsräumen gedacht werden. (sst)
Quelle: H+ Die Spitäler der Schweiz/PwC Schweiz
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