Hälfte der Ärzte steht unter Stress
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Eine neue Befragung der Ärzte zeigt, dass sie mehrheitlich zufrieden mit ihrer Tätigkeit sind. Allerdings fühlen sich fünf von zehn sehr oder äusserst gestresst.
Bern. 1313 Ärzte haben 2025 an einer Befragung von Ärzten in der Grundversorgung teilgenommen. Die Befragung wird jährlich für eine internationale Studie durchgeführt, an der insgesamt zehn Länder teilnehmen. In der Schweiz wird sie vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) geleitet.
Zu den Ergebnissen aus dem Vorjahr zählt, dass die Ärzte die Gesamtleistung des Schweizer Gesundheitssystems als sehr gut oder gut bewerten. Acht von zehn Ärzten sind auch ziemlich bis sehr zufrieden mit ihrer Tätigkeit. Dies, obwohl sich die Hälfte, fünf von zehn, sehr gestresst oder sogar äusserst gestresst fühlt. Damit ist die Zahl der Gestressten zwar gestiegen, im internationalen Vergleich erleben in der Schweiz aber weniger Ärzte Stress, und auch das subjektiv empfundene Burnout-Niveau ist weniger problematisch als in anderen Ländern.
Auf einen künftigen Hausärztemangel deutet die Altersstruktur der Befragten hin. Fast die Hälfte ist 55 Jahre oder älter. Vier von zehn der 60- bis 64-Jährigen möchten mit 65 Jahren in den Ruhestand gehen, und nur rund ein Viertel davon hat schon einen Nachfolger gefunden.
Weitere Ergebnisse der Befragung: Immer mehr Ärzte arbeiten in Gruppen- statt in Einzelpraxen, die Hälfte der Ärzte nimmt mindestens einmal im Monat an einem Qualitätszirkel teil, und die Koordination zwischen den Hausarztpraxen und Spezialisten sowie Heimpflegediensten funktioniert gut.
Die regelmässige gesundheitspolitische Befragung wurde von der privaten Stiftung Commonwealth Fund (CWF) eingeführt. Sie hat die Förderung gut funktionierender Gesundheitssysteme und Qualitätsverbesserungen zum Ziel. Die Schweiz nimmt seit 2010 daran teil. (sst)
Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG)
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