Forschung zu Darmmikrobiom startet
An der Universität Bern starten Forschungsarbeiten zur Rolle des Darmmikrobioms bei Adipositas und Diabetes. Möglich ist das dank einer neuen Stiftungsdozentur.
Bern. Eine Stiftungsdozentur, finanziert vom Diabetes Center Berne (DCB), macht nun Forschungsarbeiten möglich, die sich mit der Rolle des Darmmikrobioms bei Adipositas, Diabetes und verwandten Stoffwechselerkrankungen beschäftigen. Die Arbeiten werden der Hypothese nachgehen, dass bestimmte Stoffwechselprodukte des Darmmikrobioms sowohl bei Adipositas als auch bei Diabetes Entzündungsprozesse auslösen oder verstärken, die an der Regulation des Körpergewichts beteiligt sind. Dies, während andere Stoffwechselprodukte vor solchen Entzündungen schützen und daher zur Vorbeugung und in der Therapie eingesetzt werden können.
Die Stiftungsdozentur für die Forschung zum sogenannten Immunmetabolismus besetzen wird Maria Luisa Balmer. Die Forschungsgruppenleiterin des Translational Immunometabolism Lab am Institut für Infektionskrankheiten der Universität Bern wird am Mausmodell forschen und klinische Studien an Patienten mit Adipositas und Diabetes durchführen.
Als Forschungszeitraum sind zwölf Jahre vorgesehen, die Stiftungsdozentur wurde vom DCB mit fünf Millionen Franken ausgestattet. (sst)
Quelle: Universität Bern
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