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Finanzierung der Pflegeinitiative stösst auf Lob und Kritik

Der Spitalsdachverband «H+ Ihre Spitäler» lobt und kritisiert zugleich die geplante Finanzierung der Pflegeinitiative: Generell sei der Plan gut, doch manches «wenig praxistauglich».

Bern. Bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege unterstütze man klar, schickt der Dachverband der öffentlichen und privaten Schweizer Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen «H+ Ihre Spitäler» seiner Stellungnahme zur geplanten Finanzierung der Pflegeinitiative voraus. Diese stösst seitens H+ auf Lob und Kritik. Für gut halte man den Entscheid des Nationalrats, dass die Mehrkosten für die besseren Arbeitsbedingungen generell über die Tarife finanziert werden sollen. Manche ebenfalls geplante und vom Nationalrat bereits beschlossene Einzelmassnahmen zur Finanzierung kritisiert der Verband jedoch. Dies vor allem, da sie «wenig praxistauglich» seien.

So stören den Verband etwa die «unflexiblen Vorgaben» bei den Zuschlägen für die Sonntagsarbeit sowie für ungeplante Einsätze und für Bereitschafts- und Pikettdienste. Diese würden den unterschiedlichen Realitäten von Spitälern und Kliniken unzureichend Rechnung tragen und könnten zu höheren Kosten und personellen Engpässen führen, was wiederum letztlich die Versorgung der Patienten beeinträchtigen würde. Kritisch sieht der Verband auch die Zustimmung zur Gesamtarbeitsvertrags-Verhandlungspflicht, da Gesamtarbeitsverträge nicht in jedem Spital oder in jeder Klinik bessere Arbeitsbedingungen garantieren würden. Auch die vom Nationalrat beschlossenen Vorgaben zur Personalbesetzung lehnt H+ ab, da der Personalbedarf dynamisch sei.

Man werde daher die weiteren Beratungen im Ständerat und Zweitrat «eng begleiten» und sich für eine «wirksame, praxistaugliche und finanzierbare» Umsetzung der Initiative einsetzen. (sst)

Quelle: H+ Ihre Spitäler

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