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Bei Schwerpunktaktion illegale Peptide entdeckt

Bei einer Schwerpunktaktion zur Kontrolle von Sendungen mit dubiosem Inhalt wurden illegale Peptide entdeckt, vor denen Swissmedic warnt.

Bern. Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic warnt vor dem Konsum von Produkten auf der Basis illegaler Peptide, die als Mittel zur Leistungssteigerung, zur schnelleren Regeneration oder zur Verbesserung des Aussehens online beworben und verkauft werden. Diese könnten zu erheblichen Gesundheitsschäden führen, weil sie oft verunreinigt sind oder mit Medikamenten eingenommen gefährliche Wechselwirkungen auslösen, heisst es seitens des Instituts.

Dass immer mehr Menschen online solche Produkte bestellen, zeigte sich bei einer gemeinsamen Schwerpunktaktion von Swissmedic mit dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) und der Stiftung zum Schutz für Integrität im Sport Swiss Sport Integrity SSI. Bei der Aktion wurden Sendungen mit dubiosem Inhalt kontrolliert, also solche, bei denen der Verdacht bestand, dass sie illegal importierte Peptide oder ähnliche Substanzen enthalten. Die grosse Mehrheit der 46 überprüften Sendungen, 80 Prozent, stammte aus Polen, dort aus unkontrollierten Quellen, und war noch dazu falsch deklariert. 23 Sendungen wurden zurückbehalten, 21 wurden als Doping kategorisiert, zwei als Arzneimittel. Weitere 23 Sendungen mussten freigegeben und an die Empfänger gesandt werden, obwohl die darin enthaltenen Produkte gesundheitsgefährdend waren. Dies, weil die Peptidmengen noch innerhalb der gesetzlichen Toleranzgrenzen lagen. Die Empfänger wurden aber in einem Begleitbrief auf die Gefahr hingewiesen.

Für Sportler besteht bei dem Konsum illegaler Peptide übrigens nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit: Da viele der entdeckten Substanzen im Sport verboten sind, riskieren sie auch einen Verstoss gegen Anti-Doping-Bestimmungen. Der Vertrieb solcher Produkte kann ebenfalls strafbar sein. (sst)

Quelle: Schweizerisches Heilmittelinstitut Swissmedic

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