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Lymphrekonstruktive Eingriffe

Die Kostenübernahme durch die Krankenkassen variiert stark

Das chronische Lymphödem ist eine progressive und potenziell invalidisierende Erkrankung. Lymphrekonstruktive Operationen bieten einen kausalen Therapieansatz und gelten seit dem 1. Juli 2021 als Leistungspflicht der Krankenkasse, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Um unsere Diskussionsgrundlage im Kontakt mit Krankenversicherungen zu optimieren, durchleuchteten wir die Entscheide aus drei Jahren am Universitätsspital Zürich. Hier die Ergebnisse unserer retrospektiven Analyse.

Beim Lymphödem kommt es aufgrund einer Insuffizienz des Lymphgefässsystems zu einer chronischen Ansammlung proteinreicher interstitieller Flüssigkeit im Gewebe. Diese Insuffizienz kann angeboren oder z.B. nach Krebsbehandlungen erworben sein. Langfristig führt dieser Zustand zu Umbauprozessen im Gewebe und über verschiedene Stadien zu einer irreversiblen Sklerosierung der Lymphbahnen sowie einer Umfangsvermehrung des betroffenen Körperteils. Dies beeinträchtigt neben der Ästhetik und Funktionalität des betroffenen Körperteils die lokale Immunabwehr, wodurch ein erhöhtes Risiko für Hautinfektionen besteht. Betroffene Patienten sind nicht nur physisch, sondern auch psychisch belastet. Die komplexe physikalische Therapie stellt den Goldstandard für die Behandlung symptomatischer Lymphödeme dar. Sie ist sehr häufig wirksam, muss aber oft lebenslang angewendet werden, da sie die zugrunde liegende anatomische Ursache nicht behandelt.

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