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Wenn Fremdmaterial kontraindiziert ist

Autologe Dermistransplantate zur biogenen Bauchwandrekonstruktion

Häufig werden bei Rekonstruktionen Kunststoffnetze zur Bauchwandverstärkung eingesetzt. Sie können zu erheblichen fremdkörperbedingten Komplikationen führen. Wir berichten, wie und wann körpereigene Dermistransplantate eine wertvolle Alternative mit vergleichbarem Outcome darstellen.

Für die chirurgische Versorgung abdominaler Hernien gehören Kunststoffnetze zur Standardtherapie.1 Die Häufigkeit der damit verbundenen Fremdmaterial-assoziierten Komplikationen darf aber nicht unterschätzt werden. Die Infektionsrate nach Hernienversorgung mit Kunststoffnetzen beispielsweise beträgt bis zu 7%.2,3 Problematisch ist dies, da zur Infektbehandlung häufig das Kunststoffnetz operativ wieder entfernt werden muss. Weitere erhebliche Risiken sind Wundheilungsstörung, Fistelbildung, Vorwölbung, Fremdkörpergefühl und chronische Schmerzen, die den Heilverlauf verlängern oder eine erneute Operation mit schwieriger Entfernung des Fremdmaterials erfordern können. Nebenerkrankungen und eine geschwächte Körperabwehr, z. B. infolge medikamentöser Immunsuppression, wirken sich negativ aus.

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