Behandlung von Gelenkprotheseninfektionen

DAIR: «Debridement and implant retention»

Orthopädie & Traumatologie | Infektiologie
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Gelenkprotheseninfektionen («periprosthetic joint infection», PJI) sind eine der gefürchtetsten Komplikationen nach Implantation eines Kunstgelenks. Obwohl die Inzidenz der Infektionen nach primären Knie- und Hüftprothesen bei «nur» ca. 1–2% liegt, ist die PJI mittlerweile der zweithäufigste Grund für eine Prothesenrevision. Das DAIR-Vorgehen ist die einzige kurative prothesenerhaltende Behandlungsoption bei akuten Infektionen von Kunstgelenken.

PJI können als akut (postoperativ oder hämatogen) oder chronisch klassifiziert werden.1 Eine akute postoperative Infektion wird definiert als Manifestation innerhalb der ersten vier Wochen nach Implantation. Eine akute hämatogene Infektion liegt bei einer Symptomdauer von maximal 3 Wochen, unabhängig vom Implantationszeitpunkt, vor.2,3 Treffen diese Kriterien nicht zu, wird die Infektion als chronisch definiert. Auch wenn der Übergang zwischen einer akuten und einer chronischen Infektion eher fliessend ist und der Cut-off der Zeitintervalle in der Definition die Biologie der Infektion nicht vollends reflektiert, helfen diese Definitionen in der Entscheidungsfindung bezüglich des Behandlungsplans.

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