Trifft der deutsche Ärztemangel die Schweiz?
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Deutschland stehe vor einem gravierenden Ärztemangel, warnt der dortige Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Es fehlen 50 000 Ärzt:innen. Rund 8000 sind in der Schweiz.
Berlin/Bern. Der deutsche Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt die Bevölkerung vor grossen Lücken in der medizinischen Versorgung. «Wir haben 50 000 Ärztinnen und Ärzte in den vergangenen zehn Jahren nicht ausgebildet. Daher werden uns in den nächsten Jahren flächendeckend die Hausärztinnen und Hausärzte fehlen», sagte er am Sonntag in einem Politikformat der Fernsehanstalt ARD. Den künftigen Mangel könne man sich noch gar nicht richtig vorstellen, so Lauterbach. Er will damit gegensteuern, dass vor allem Vergütungsobergrenzen für Hausärzt:innen wegfallen und diese damit besser verdienen.
Viele Ärzt:innen sind letztlich aus diesen Gründen auch ins Ausland – und da vor allem in die Schweiz gegangen. 40,4% der berufstätigen Ärzt:innen in der Schweiz stammen aus dem Ausland. Dieser Anteil stieg wie berichtet seit 2013 um 170 Prozentpunkte von 9756 auf 16 590 Ärzt:innen, rechnet die FMH vor. Der Grossteil ausländischer Fachkräfte stammt aus Deutschland (50,2%). Doch die FMH warnt im Hinblick auf Kostendebatten in der Schweiz vor schlechteren Arbeitsbedingungen. «Unser System ist auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Doch die Kostenbremse wird auch da ihre Bremsspuren hinterlassen. Der Kostenröhrenblick überträgt sich direkt aufs Personal. Der Fachkräftenotstand verschärft sich und diese Abwärtsspirale löst wiederum sehr hohe Folgekosten aus». (red)
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