Pharmabranche für Neueinschätzung des Kostendämpfungspakets
Während das Paket zur Kostendämpfung im Arzneimittelbereich schon auf dem Weg zur Gesetzgebung ist, fordert die Pharmabranche dessen Neueinschätzung.
Bern, Basel. Insbesondere durch die neue US-Preispolitik hätten sich die internationalen Rahmenbedingungen grundlegend geändert, seit das Paket zur Dämpfung der Kosten im Arzneimittelbereich vom Parlament verabschiedet wurde, heisst es seitens Interpharma, des Schweizer Verbands der forschenden pharmazeutischen Unternehmen mit Sitz in Basel. «Daher braucht es jetzt statt einer Umsetzung mit Hochdruck eine sorgfältige Neueinschätzung der Lage», sagt Interpharma-Chef René Buholzer. Für diese neue Einschätzung solle man die Ergebnisse der Arbeit abwarten, die von der Arbeitsgruppe «Life-Science-Standort Schweiz» geleistet wird. Diese Gruppe ist erst Anfang 2026 vom Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) eingesetzt worden, um die Rahmenbedingungen für die Pharma- und Biotech-Industrie zu analysieren und Verbesserungsvorschläge zu machen.
Allerdings ist das Kostendämpfungspaket für den Arzneimittelbereich bereits auf dem Weg zur Gesetzgebung, das Vernehmlassungsverfahren wurde eröffnet. Das Paket war für nötig erachtet worden, weil die Kosten von Arzneien in den vergangenen zehn Jahren um 50 Prozent gestiegen sind und nun bei über 9,2 Milliarden Franken liegen. 80 bis 100 der meistverkauften Arzneimittel verursachen über ein Drittel der Arzneimittelkosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP). Eine der Änderungen, die im Kostendämpfungspaket vorgesehen sind, sieht Mengenrabatte auf diese Arzneien vor. (sst)
Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG)/Interpharma
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