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Komorbiditäten rücken vermehrt in den Vordergrund

HIV und Aids: eine Nebenbaustelle?

Die antiviralen Behandlungsmöglichkeiten der HIV-Infektion verbessern sich kontinuierlich. Auf der anderen Seite rücken Probleme der Komorbiditäten zunehmend in den Vordergrund, da diese in einer alternden HIV-positiven Population immer bedeutsamer werden und den Behandlungsalltag dominieren. Ist HIV damit zu einer Nebenbaustelle geworden?

Die Lebenserwartung HIV-Infizierter nähert sich kontinuierlich derjenigen der übrigen Bevölkerung an. In der Schweizer Kohorte, die sich durch eine exzellente Dokumentation auszeichnet, ist eine dramatische Zunahme der Lebenserwartung in den letzten Jahrzehnten zu verzeichnen.1 Dennoch sind die Kurven im Vergleich zur HIV-negativen Bevölkerung nicht deckungsgleich. Bei Betrachtung der Entwicklung unter Berücksichtigung der sozialen Schicht fällt zudem auf, dass der grösste Abstand zur Allgemeinbevölkerung in den Gruppen der unteren sozialen Schichten zu finden ist. Eine weitere Studie gibt einen Hinweis darauf, wie der Eindruck einer normalen Lebenserwartung zustande kommt.2 Hier nähert sich die Überlebenskurve nur in den Gruppen der Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), der Heterosexuellen und bei Vorhandensein günstiger Immunparameter der Normalbevölkerung an, während dieser Erfolg nicht für die übrigen Strata gilt.

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