Spitäler: Verluste von 350 Millionen Franken
Die Schweizer Spitäler machten 2024 zwar Verluste in der Höhe von 350 Millionen Franken. Das sind aber deutlich weniger als zuletzt.
Neuenburg. 2024 sind die Erträge der Schweizer Spitäler gegenüber 2023 gestiegen, und zwar um 3,6 Prozent auf 36,60 Milliarden. Gleichzeitig erhöhte sich der Aufwand um 2,3 Prozent weniger stark: Er erreichte 36,95 Milliarden Franken. So kam es dazu, dass die Spitäler mit Verlusten in der Höhe von 350 Millionen Franken deutlich weniger Verluste machten als 2023 mit 777 Millionen Franken. Dies teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) kürzlich mit.
Dennoch verbuchten fast zwei Drittel (62 Prozent) der öffentlichen Spitäler und etwas mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Privatkliniken 2024 ein negatives Geschäftsergebnis. Gestiegen ist insbesondere der Lohnaufwand, und zwar um drei Prozent auf 660 Millionen Franken. Die Zahl der in den Spitälern beschäftigten Ärzte nahm mit 2,7 Prozent stärker zu als die des Pflegepersonals mit einem Prozent. In zehn Prozent der Spitäler blieb die Zahl der Pflegekräfte konstant, in 30 Prozent der Spitäler nahm sie ab. Das ist wohl mit ein Grund dafür, warum die Verluste 2024 gegenüber 2023 geringer ausfielen und wurde möglich, weil die Zahl der ambulanten Behandlungen um 2,3 Prozent auf über 4,4 Millionen stieg.
Wie rentabel Spitalleistungen sind, hängt auch von der Versicherungsklasse der Patienten ab. Am Beispiel von Geburten rechnet die Sektion für Gesundheitsversorgung des BFS die Differenz vor. Bei Patientinnen, die nur über eine Grundversicherung verfügen, machte zuletzt eine Einrichtung bei einer vaginalen Geburt einen durchschnittlichen Verlust von 1216 Franken, bei Geburten durch Kaiserschnitte einen Verlust von 1965 Franken. Bei (halb-)privat Versicherten konnte ein Gewinn von 474 beziehungsweise 845 Franken erzielt werden. (sst)
Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS)/Sektion für Gesundheitsversorgung
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