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Harnwegsinfektionen

«In den meisten Fällen können Antibiotika vermieden werden»

Harnwegsinfektionen sind einer der Haupttreiber für die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen. Dabei ist die Gabe von Antibiotika auch bei rezidivierenden Infekten nur in max. 3% der Fälle erforderlich. Alternativ steht eine grosse Palette an nichtantibiotischen Substanzen zur Verfügung, mit denen innerhalb von drei Tagen eine erfolgreiche Behandlung durchgeführt werden kann.

C. Betschart Meier: «Antibiotic Stewardship» im klinischen Alltag bedeutet den rationalen Einsatz von Antibiotika – d.h., die individuelle Abwägung, ob die Gabe von Antibiotika tatsächlich erforderlich ist. Dies unter Berücksichtigung der Anamnese von bereits erfolgten Harnwegsinfektionen (HWI) und der Effektivität der dabei gesetzten Massnahmen. Das Ziel der Evaluierung bezüglich der Verabreichung von Antibiotika bzw. nichtantibiotischen Alternativen ist es immer, die Entwicklung von Resistenzen über die Zeit hinweg zu vermeiden und gleichzeitig das individuell beste Behandlungsergebnis zu erreichen.

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