Die Rolle des KELIM-Scores beim Ovarialkarzinom
Autor:innen:
Priv.-Doz. Dr. Damian J. Ralser
Dr. Natalia A. Kaufmann
Universitätsklinik für Gynäkologie, Geburtshilfe und Gynäkologische Endokrinologie
Kepler Universitätsklinikum
Johannes Kepler Universität Linz
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Die Wahl der optimalen Erhaltungstherapie beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom wird zunehmend individueller. Neben etablierten Biomarkern wie BRCA1/2- und HR-Status rückt dabei die Chemosensitivität stärker in den Fokus. Der KELIM-Score ermöglicht anhand der CA-125-Dynamik während der ersten Chemotherapiezyklen eine Einschätzung des Therapieansprechens.
Keypoints
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Der KELIM-Score ist ein pragmatischer und einfach in die klinische Routine integrierbarer funktioneller Marker zur Bestimmung der Chemosensitivität anhand der Dynamik des CA-125-Abfalls innerhalb der ersten 100 Tage der Chemotherapie (neoadjuvant oder adjuvant).
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Ein günstiger KELIM-Score (>1) ist mit einem verlängerten progressionsfreien Überleben und Gesamtüberleben assoziiert und damit ein wichtiger prognostischer Marker beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom.
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Der KELIM-Score ist ein wichtiges prädiktives Instrument der individualisierten Therapieentscheidung der Erstlinien-Erhaltungstherapie. Bei einem KELIM-Score >1 kann im BRCA-1/2- bzw. HRD-Kollektiv der Verzicht auf Bevacizumab diskutiert werden. Bei einem KELIM-Score <1 profitieren Patientinnen in diesem Kollektiv von einer zusätzlichen antiangiogenen Therapie. Gleichzeitig können mithilfe des KELIM-Scores die Patientinnen mit profizienter homologer Rekombination (HRP) identifiziert werden, die von einer PARP-Inhibitor-Therapie „upfront“ profitieren können.
Einleitung
Das Ovarialkarzinom ist trotz erheblicher therapeutischer Fortschritte in der letzten Dekade weiterhin eines der prognostisch ungünstigsten gynäkologischen Malignome. Die Mehrzahl der Erkrankungen wird in einem fortgeschrittenen Stadium (International-Federation-of-Gynecology-and-Obstetrics[FIGO]-Stadium III oder IV) diagnostiziert.1,2 Die Standardbehandlung ist eine Kombination aus maximaler zytoreduktiver Operation („upfront“ oder im Intervall), platinbasierter Kombinationschemotherapie und einer Erhaltungstherapie (3-Säulen-Therapiemodell; Abb. 1).3,4 Als Erhaltungstherapie sind drei Optionen zugelassen:
PARP-Inhibitor-Monotherapie (Olaparib, Niraparib, Rucaparib)
PARP-Inhibitor in Kombination mit einem Angiogenesehemmer (Olaparib plus Bevacizumab)
Bevacizumab-Monotherapie
Durch die Einführung der Erhaltungstherapie in den Erstlinien-Therapiealgorithmus konnte das progressionsfreie Überleben von Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom signifikant verlängert werden.3,5
Die Wahl der optimalen Erstlinien-Erhaltungstherapie beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom ist komplex. In die Entscheidungsfindung sollten mehrere Patientinnenfaktoren und -charakteristika (Histopathologie, Biomarker [BRCA1/2, HR-Status], operatives Outcome, Komorbiditäten, Komedikation, Patientinnenpräferenz u. a.) miteinbezogen werden. Das Ziel ist eine individuelle Therapiededuktion (Abb. 2).
Zentraler Weichensteller in der Therapieentscheidungsfindung ist der Biomarkerstatus, dessen Testung optimalerweise zum Zeitpunkt der Diagnosestellung erfolgen sollte. Basierend auf dem Wirkmechanismus von PARP-Inhibitoren sollte bei Vorliegen einer pathogenen BRCA1/2-Mutation und/oder defizienter homologer Rekombination (HRD) ein PARP-Inhibitor in der Erstlinienerhaltungstherapie eingesetzt werden.6 Unklar in diesem Kontext ist, welche Patientin von der zusätzlichen Therapie mit Bevacizumab profitiert, insbesondere da die aktuelle Studienevidenz über den zusätzlichen Nutzen von Bevacizumab zum PARP-Inhibitor keine Aussage erlaubt.7 Hierzu wird die ausstehende Studie AGO-OVAR 28/ENGOT-ov57 Evidenz liefern.8 Zudem gibt es auch im Kollektiv ohne pathogene BRCA1/2-Mutation oder bei profizienter homologer Rekombination (HRP) Patientinnen, die von einer PARP-Inhibitor-Monotherapie profitieren.9 Insbesondere im HRP-Kollektiv gilt es zu berücksichtigen, dass die Wahl der Erstlinienerhaltungstherapie Konsequenzen für die weitere Therapiesequenz hat. In der Zweitlinie ist die PARP-Inhibitor-Zulassung an ein Ansprechen auf eine platinhaltige Therapie gekoppelt. Konsekutiv können Patientinnen mit platinrefraktärer oder platinresistenter Erkrankung in der Zweitlinie keinen PARP-Inhibitor erhalten. Zudem gibt es einen Anteil an Patientinnen mit platinsensiblen Rezidiven, welche nicht auf eine Platinreinduktion ansprechen. Diese drei Szenarien treffen auf 50% der Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom zu.10,11
Ein zunehmend in den Fokus rückender ergänzender Marker ist die Chemosensitivität. Chemosensitivität beschreibt die Empfindlichkeit von Tumorzellen gegenüber einer systemischen antineoplastischen Therapie und spiegelt das Ausmaß des therapeutischen Ansprechens auf zytotoxische Substanzen wider.12
Bestimmung der Chemosensitivität
Die Chemosensitivität beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom kann anhand verschiedener radiologischer, pathologischer und serologischer Parameter beurteilt werden. Zu den etablierten Verfahren zählen:
die radiologischen Responsekriterien nach RECIST13
der Chemotherapy Response Score (CRS)14,15
der KELIM-Score12
Die RECIST-Kriterien („response evaluation criteria in solid tumors“) basieren auf der radiologischen Messung von Tumorläsionen im Verlauf der Therapie. Basierend auf definierten Veränderungen der Tumorgröße erfolgt die Einteilung in komplettes oder partielles Ansprechen, stabile Erkrankung oder Progress. RECIST stellt ein standardisiertes und international etabliertes Verfahren dar, bildet jedoch primär morphologische Veränderungen ab und erlaubt nur begrenzte Aussagen über frühe biologische Therapieeffekte.
Der histopathologische Chemotherapy Response Score (CRS) kann nach erfolgter neoadjuvanter Chemotherapie und durchgeführter Intervalloperation bestimmt werden. Dabei erfolgt die mikroskopische Beurteilung des Therapieansprechens nach einem dreistufigen Score. Ein hoher CRS bedeutet eine hohe Chemotherapie-Responsivität, während ein niedriger CRS eine niedrige Chemotherapie-Responsivität anzeigt. Der Nachteil in der Bestimmung des CRS besteht allerdings darin, dass dieser Score nur im neoadjuvanten Therapiesetting eingesetzt werden kann.15
Einen anderen Ansatz verfolgt der KELIM-Score („CA-125 ELIMination rate constant K“). Dieser basiert auf der Dynamik des CA-125-Abfalls während der ersten 100 Tage der Chemotherapie. Die Bestimmung ist sowohl im adjuvanten als auch im neoadjuvanten Therapiesetting möglich. Der KELIM-Score beschreibt letztendlich die Kinetik der CA-125-Clearance, vergleichbar mit der Pharmakokinetik eines Medikaments. Je höher die CA-125-Clearance, je schneller der CA-125-Abfall, desto höher sind die Effektivität der Chemotherapie und damit die Chemosensitivität. Der KELIM-Score ist eine kontinuierliche Variable von 0,25 bis 2,5. Ein Wert <1 bedeutet eine geringe Chemosensitivität, ein Wert >1 bedeutet eine hohe Chemosensitivität (Abb. 3).12
Abb. 3: Zur Bestimmung des KELIM-Scores sind mindestens drei CA-125-Werte innerhalb der ersten 100 Tage der Chemotherapie notwendig. Die erste Bestimmung erfolgt am ersten Tag des ersten Chemotherapie-Zyklus (C1D1). Die Werte werden in einen Online-Rechner eingegeben ( https://www.biomarker-kinetics.org/CA-125 ). Ein KELIM-Score ≥1 zeigt eine hohe Chemosensitivität an, während ein KELIM-Score <1 für eine niedrige Chemosensitivität spricht.
Bestimmung des KELIM-Scores
Zur Bestimmung des KELIM-Scores sind mindestens drei CA-125-Werte innerhalb der ersten 100 Tage der Chemotherapie notwendig. Die erste Bestimmung sollte am ersten Tag des ersten Chemotherapie-Zyklus (C1D1) erfolgen. Die weiteren Bestimmungen erfolgen optimalerweise ebenfalls zum Zeitpunkt der weiteren Chemotherapie-Zyklen (C2D1, C3D1 etc.). Zudem sollte die Marker-Bestimmung im gleichen Labor erfolgen und der gleiche diagnostische Assay verwendet werden. Die Werte werden in einen Online-Rechner eingegeben ( https://www.biomarker-kinetics.org/CA-125 ), welcher den KELIM-Score berechnet. Hier gilt es zu beachten, dass im Vorfeld ausgewählt wird, ob es sich um ein adjuvantes oder ein neoadjuvantes Therapiesetting handelt.
KELIM-Score als prognostischer Marker
In einer Metaanalyse der Gynecologic Cancer Intergroup (GCIG), in der Daten von >5000 Patientinnen mit Ovarialkarzinom analysiert wurden, konnte ein reproduzierbarer prognostischer Wert für das progressionsfreie Überleben und für das Gesamtüberleben mit einer Hazard-Ratio von 0,5 für einen KELIM-Score >1 gezeigt werden.16 Die prognostische Aussagekraft konnte in weiteren Analysen bestätigt werden. Eine kürzlich publizierte Analyse konnte zeigen, dass auch bei Vorliegen einer BRCA1/2-Mutation beziehungsweise bei HRD der KELIM-Score prognostisch ist.17
KELIM-Score als prädiktiver Marker
Post-hoc-Analysen der beiden Bevacizumab-Zulassungsstudien ICON-7 und GOG-018 konnten zeigen, dass insbesondere Patientinnen mit einem KELIM-Score <1 in Bezug auf das Gesamtüberleben von einer Bevacizumab-Therapie profitieren (ICON-7: HR: 0,78; GOG-018: 0,79), während bei einem KELIM-Score von >1 kein relevanter Gesamtüberlebensvorteil durch die Gabe von Bevacizumab vorliegt (ICON-7: HR: 1,05; GOG-018: 1,11).18–20 Analysen der VELIA-Studie zeigen erste Hinweise auf einen prädiktiven Wert des KELIM-Scores in Bezug auf eine PARP-Inhibitor-Therapie. Wird das Kollektiv, welches den PARP-Inhibitor Veliparib erhalten hat, nach dem KELIM-Score stratifiziert, so gibt es insbesondere einen Benefit in dem Kollektiv mit einem KELIM-Score >1.21 Kürzlich präsentierte Real-World-Daten aus Kanada konnten einen signifikant höheren Benefit in Bezug auf das progressionsfreie und das Gesamtüberleben durch den PARP-Inhibitor Niraparib bei einem günstigen KELIM-Score >1 zeigen (PFS: 12,7 vs. 5,7 Monate; HR: 0,61; OS: NR vs. 25,2 Monate; HR: 0,45).22
KELIM-Score als Entscheidungsfaktor in der Erstlinien-Erhaltungstherapie
In der im Jänner 2026 aktualisierten S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren wird der KELIM-Score als funktionaler Marker zur Beurteilung der Chemosensitivität des Tumors aufgeführt.4 Ebenso wird der KELIM-Score in der im Rahmen des ESGO-Kongresses 2026 vorgestellten europäischen Ovarialkarzinom-Leitlinie als Parameter in der Entscheidungsfindung der Erstlinien-Erhaltungstherapie bei fortgeschrittenem Ovarialkarzinom genannt.
Empfehlungen für die klinische Praxis
Basierend auf den genannten Daten können folgende Empfehlungen für die Erstlinien-Erhaltungstherapie ausgesprochen werden (Abb. 4):
Pathogene BRCA1/2-Mutation
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KELIM >1: PARPi-Monotherapie (Olaparib vs. Niraparib vs. Rucaparib), Verzicht auf Bevacizumab
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KELIM <1: Olaparib plus Bevaciumab
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HRD
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KELIM >1: PARPi-Monotherapie (Niraparib vs. Rucaparib), Verzicht auf Bevacizumab
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KELIM <1: Olaparib plus Bevacizumab
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HRP
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KELIM >1: PARPi-Monotherapie (Niraparib vs. Rucaparib)
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KELIM <1: Bevacizumab-Monotherapie
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Zusammenfassung
Die Chemosensitivität gehört zu den zentralen prognostischen Determinanten beim Ovarialkarzinom. Der KELIM-Score ist ein einfach in die klinische Routine zu implementierendes Instrument zur Bestimmung der Chemosensitivität mit additiver Aussage zum BRCA/HR-Status. Der KELIM-Score ist prognostisch für das progressionsfreie und das Gesamtüberleben und ist prädiktiv in Bezug auf das Ansprechen auf eine PARP-Inhibitor- und Bevacizumab-Therapie. Entsprechend ist der KELIM-Score ein wichtiger Faktor, welcher in die Entscheidungsfindung bezüglich der Erstlinien-Erhaltungstherapie miteinbezogen werden sollte, um eine präzise und individualisierte Therapieentscheidung zu treffen. Die derzeit verfügbare Evidenz zum KELIM-Score beruht auf retrospektiven Analysen und Real-Word-Studien-Daten. Daher sollte die Interpretation des KELIM-Scores stets in Zusammenschau mit weiteren klinischen und molekularen Parametern erfolgen.
Literatur:
1 Gaitskell K et al.: Ovarian cancer survival by stage, histotype, and pre-diagnostic lifestyle factors, in the prospective UK Million Women Study. Cancer Epidemiol 2022; 76: 102074 2 Zentrum für Krebsregisterdaten: Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom). https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Eierstockkrebs/eierstockkrebs_node.html ; zuletzt aufgerufen am 14.8.2026 3 Caruso G et al.: Ovarian cancer: a review. JAMA 2025; 334(14): 1278-91 4 AWMF: S3-Leitlinie Ovarialkarzinom. https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/ovarialkarzinom ; zuletzt aufgerufen am 14.8.2026 5 Chan JK et al.: Real-world outcomes associated with poly(ADP-ribose) polymerase inhibitor monotherapy maintenance in patients with primary advanced ovarian cancer. Am J Clin Oncol 2023; 46(7): 314-22 6 Petousis S et al.: PARP inhibitor maintenance after first-line chemotherapy in advanced-stage epithelial ovarian cancer: a systematic review and meta-analysis. JAMA Netw Open 2025; 8(11): e2541648 7 Ray-Coquard I et al.: Olaparib plus bevacizumab as first-line maintenance in ovarian cancer. N Engl J Med 2019; 381(25): 2416-28 8 Heitz F et al.: AGO-OVAR 28/ENGOT-ov57. Niraparib alone versus niraparib in combination with bevacizumab in patients with carboplatin-taxane-based chemotherapy in advanced ovarian cancer: a multicenter randomized phase III trial. Int J Gynecol Cancer 2023; 33(12): 1966-9 9 Perez-Fidalgo A et al.: Consensus on drivers of maintenance treatment choice and patterns of care in advanced ovarian cancer. Int J Gynecol Cancer 2025; 35(7): 101863 10 Burger RA et al.: Incorporation of bevacizumab in the primary treatment of ovarian cancer. N Engl J Med 2011; 365(26): 2473-83 11 Coleman RL et al.: Bevacizumab and paclitaxel-carboplatin chemotherapy and secondary cytoreduction in recurrent, platinum-sensitive ovarian cancer (NRG Oncology/Gynecologic Oncology Group study GOG-0213): a multicentre, open-label, randomised, phase 3 trial. Lancet Oncol 2017; 18(6): 779-91 12 Lauby A et al.: The increasing prognostic and predictive roles of the tumor primary chemosensitivity assessed by CA-125 elimination rate constant K (KELIM) in ovarian cancer: a narrative review. Cancers 2021; 14(1): 98 13 Eisenhauer EA: Optimal assessment of response in ovarian cancer. Ann Oncol 2011; 22(Suppl 8): viii49-51 14 Colombo N et al.: Consensus statements and treatment algorithm to guide clinicians in the selection of maintenance therapy for patients with newly diagnosed, advanced ovarian carcinoma: results of a Delphi study. Gynecol Oncol 2023; 175: 182-9 15 Böhm S et al.: Chemotherapy Response Score: Development and validation of a system to quantify histopathologic response to neoadjuvant chemotherapy in tubo-ovarian high-grade serous carcinoma. J Clin Oncol 2015; 33(22): 2457-63 16 Corbaux P et al.: Survival and modelled cancer antigen-125 ELIMination rate constant K score in ovarian cancer patients in first-line before poly(ADP-ribose) polymerase inhibitor era: a Gynaecologic Cancer Intergroup meta-analysis. Eur J Cancer 2023; 191: 112966. doi:10.1016/j.ejca.2023.112966 PubMed PMID: 37542936 17 Becker O et al.: Tumor-intrinsic chemosensitivity assessed by KELIM and prognosis by BRCA status in patients with advanced ovarian carcinomas. Int J Gynecol Cancer 2025; 35(5): 101866 18 You B et al.: Identification of patients with ovarian cancer experiencing the highest benefit from bevacizumab in the first-line setting on the basis of their tumor-intrinsic chemosensitivity (KELIM): the GOG-0218 validation study. J Clin Oncol 2022; 40(34): 3965-74 19 Colomban O et al.: Bevacizumab for newly diagnosed ovarian cancers: best candidates among high-risk disease patients (ICON-7). JNCI Cancer Spectr 2020; 4(3): pkaa026 20 You B et al.: The role of the tumor primary chemosensitivity relative to the success of the medical-surgical management in patients with advanced ovarian carcinomas. Cancer Treat Rev 2021; 100: 102294 21 You B et al.: CA-125 KELIM as a potential complementary tool for predicting veliparib benefit: an exploratory analysis from the VELIA/GOG-3005 Study. J Clin Oncol 2023; 41(1): 107-16 22 Rhind M et al.: Assessing the relationship between KELIM score and response to niraparib first-line maintenance therapy in non-BRCA mutant advanced ovarian cancer. Präsentiert beim SGO 2025, 14.–17. März 2025, Seattle, WA
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