Finanzlage der Spitäler bleibt angespannt
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Die Finanzdaten der Schweizer Spitäler zeigen für 2025 ein zweischneidiges Bild: Die Ertragsmargen haben sich spürbar verbessert. Dennoch erreichen über 80 Prozent der Akutspitäler die für einen nachhaltigen Betrieb nötige Marge nicht.
Bern. Die Finanzdaten des Vereins SpitalBenchmark decken mehr als 90 Prozent aller Schweizer Spitäler und Kliniken ab – entsprechend hoch ist ihre Aussagekraft. Für das Jahr 2025 zeigen sie eine leichte, aber ungenügende Erholung. Die durchschnittliche EBITDA-Marge der Akutspitäler ist von 4,0 auf 5,6 Prozent angestiegen. Dies stellt zwar eine spürbare Verbesserung dar, der für einen nachhaltigen Betrieb nötige Wert von zehn Prozent liegt jedoch noch in weiter Ferne. «Die Zahlen zeigen eine Atempause, keine Trendwende», stellt H+-Direktorin Anne-Geneviève Bütikofer klar. «Vier von fünf Spitälern erwirtschaften nach wie vor nicht die Mittel, die sie für Investitionen in Personal, Technologie und Infrastruktur brauchen.»
Die Spitäler und Kliniken seien bereit, die Verlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich voranzutreiben. Diese Verlagerung mache aber eine grundlegende Transformation der Spitallandschaft notwendig, betonte der Spitalverband. Zum einen müssten die Spitäler finanzielle Mittel für die nötigen Investitionen zur Verfügung haben. Zum anderen müssen finanzielle Anreize bestehen, damit die Ambulantisierung auch tatsächlich umgesetzt werde. Solange die ambulanten Tarife die effektiven Kosten nicht decken, fehle dieser Anreiz für den politisch gewollten Wandel. «Wer eine Verlagerung in den ambulanten Bereich fordert, kann nicht gleichzeitig die Mittel dafür begrenzen», so Bütikofer. «Die Spitäler brauchen die richtigen Rahmenbedingungen, um diesen Weg konsequent weiterzugehen.»
Vor diesem Hintergrund beurteilt H+ die vom Bundesrat im Rahmen der Einführung von TARDOC und den ambulanten Pauschalen festgelegte Obergrenze von vier Prozent für die jährliche Zunahme der Gesamtkosten ambulanter ärztlicher Leistungen kritisch, da diese die Refinanzierung dringender Investitionen in die Ambulantisierung infrage stelle. Damit werde möglicherweise eine nachhaltige Entlastung des gesamten Gesundheitssystems verzögert. (tab)
Quelle: H+
Service: Auswertung
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