Impfzulassung gegen Affenpocken
Die in der EU zugelassene Impfung gegen Pocken (Imvanex®) wurde am 22.Juli auch gegen Affenpocken zugelassen. Imvanex steht allerdings derzeit nicht in Österreich zur Verfügung. Stattdessen gibt es eine begrenzte Menge des US-Impfstoffes Jynneos mit einer Zulassung der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) gegen Affenpocken. Sowohl Jynneos als auch Imvanex sind auf dem Modified-Vaccinia-Ankara-Virus (MVA)basierende attenuierte Lebendimpfstoffe (MVA-BN) der 3. Generation. Diese beiden Impfstoffe sind vergleichbar und weisen nur geringfügige Unterschiede bezüglich des Herstellungsprozesses auf. Sie sind ab 18 Jahren zugelassen und nur für bestimmte Risikogruppen indiziert. Klinische Daten belegen, dass Affenpocken-Impfstoffe der 3. Generation eine vergleichbare Immunogenität (Antikörpertiter-GMT und Serokonversion) hervorrufen wie Impfstoffe der 2. Generation (ACAM2000). Bei Personen, die noch gegen Pocken (Variola maior) geimpft wurden, geht man von einem potenziell hohen Maß an Kreuzprotektion aus. Sie sollten zumindest vor schweren Verläufen einer Affenpockeninfektion geschützt sein.
Das Affenpocken-Virus zählt zu den Orthopoxviren. Die Erkrankung ist beim Menschen ähnlich den Pocken, Symptome sind hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Husten, Unwohlsein und gelegentlich Durchfall. Im zweiten Krankheitsstadium kann ein pockenähnliches Exanthem (Hautausschlag) auftreten. Tödliche Verläufe sind selten, zumeist sind Affenpocken nach gut drei Wochen abgeheilt. (red)
Quelle:
Presseinformation der AGES vom 25. Juli 2022
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