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Kultur- und migrationssensible Behandlung

Kultursensitive Psychotherapie im klinischen Alltag

Die Behandlung von Personen mit Migrationsgeschichte gehört in der Psychotherapie längst zum Alltag. Dabei wird Migrationsgeschichte oft übersehen, wenn Menschen im Aufnahmeland aufgewachsen oder beruflich gut angekommen sind. Doch auch dann lohnt es sich, Akkulturation, Zugehörigkeit und Diskriminierung mitzudenken, und zwar mit einer Haltung von Offenheit, Respekt und Selbstreflexion.

Migration ist eines der zentralen gesellschaftlichen Themen des 21. Jahrhunderts. Im Jahr 2025 waren 14,4% der Einwohner:innen der EU Migrant:innen erster Generation. Das heisst, sie waren in einem anderen Land als ihrem Wohnland geboren worden. Dieser Anteil lag in Deutschland bei 20,6%, in Österreich bei 22,5% und in der Schweiz bei 31,7%.1 Werden Migrant:innen zweiter Generation mitgerechnet, steigt der Anteil von Personen mit Migrationsgeschichte weiter an, beispielsweise auf 41% der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren in der Schweiz.2 Kultur- und migrationssensibles Arbeiten gehört damit zum Alltag psychiatrisch-psychotherapeutischer Versorgung.

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