© peakSTOCK iStockphoto

Brustimplantat-assoziiertes anaplastisches großzelliges Lymphom

BIA-ALCL – was tun bei Verdacht?

Plastische Chirurgie
(5,00)
Jatros
27. Februar 2020
Autor:
Assoz. Prof. PD Dr. David Benjamin Lumenta

Klinische Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Universitätsklinik für Chirurgie, Medizinische Universität Graz<br> E-Mail: david.lumenta@medunigraz.at

Autor:
Dr. Tonatiuh Flores

Klinische Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Universitätsklinikum St. Pölten

Autor:
Dr. Andrzej Hecker

Klinische Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Universitätsklinik für Chirurgie, Medizinische Universität Graz

Autor:
Prim. Assoc. Prof. Dr. Melitta Kitzwögerer

Klinisches Institut für Pathologie, Universitätsklinikum St. Pölten

Autor:
ao. Univ.-Prof. Dr. Christine Beham-Schmid

Institut für Pathologie, Medizinische Universität Graz

Autor:
ao. Univ.-Prof. Dr. Peter Neumeister

Klinische Abteilung für Hämatologie, Universitätsklinik für Innere Medizin, Medizinische Universität Graz

Autor:
Univ.-Prof. Dr. Lars-Peter Kamolz

Klinische Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Universitätsklinik für Chirurgie, Medizinische Universität Graz

Autor:
Prim. Assoc. Prof. Dr. Klaus F. Schrögendorfer, MBA, FEBOPRAS

Klinische Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Universitätsklinikum St. Pölten

<p class="article-intro">Das bereits seit 2011 von der FDA (US Food & Drug Administration) als eigenständige Krankheit anerkannte BIA-ALCL erlangte zuletzt mehr mediale Aufmerksamkeit. In diesem Artikel erklären wir, wie man ein ALCL erkennt und was im Ernstfall zu tun ist.</p>
<p class="article-content"><div id="keypoints"> <h2>Keypoints</h2> <ul> <li>Die genaue Entstehung des Brustimplantat-assoziierten anaplastischen gro&szlig;zelligen Lymphoms (BIA-ALCL) ist bis dato ungekl&auml;rt.</li> <li>M&ouml;gliche Ausl&ouml;ser sind chronische Entz&uuml;ndungsreaktionen, weitere beg&uuml;nstigende Faktoren sind die bakterielle Besiedelung der Implantate und das Vorliegen von <em>JAK/ STAT</em>-Mutationen.</li> <li>Das Risiko f&uuml;r Frauen, an einem BIA-ALCL zu erkranken, ist sehr gering, wenngleich auch infolge fehlender Aufkl&auml;rung untersch&auml;tzt.</li> <li>Bei Verwendung von Brustimplantaten sollte pr&auml;operativ &uuml;ber das BIA-ALCL aufgekl&auml;rt und die Patientinnen sollten &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum nachbeobachtet werden.</li> <li>Bei best&auml;tigtem BIA-ALCL beh&ouml;rdliche Meldung (BASG) nach &sect;70 des Medizinproduktegesetzes und informell an Referenzzentrum (Stichwort: BIA-ALCL, E-Mail: plastischechirurgie@ medunigraz.at)</li> </ul> </div> <p>Erstmals beschrieben wurde diese Pathologie von John Keech und Brevator Creech als lymphatopoetische Masse, welche Brustimplantaten adh&auml;rent war.<sup>1</sup> Seither gibt es eine Vielzahl an investigativen Studien, welche auf die Diagnose und Therapie des BIA-ALCL zielen. Die aktuellen NCCN Guidelines (National Comprehensive Cancer Network)<sup>2</sup> zur Diagnostik und Therapie wie auch die Entschl&uuml;sselung der Ursachen sind derzeit eine wichtige Priorit&auml;t an den vielen Zentren.</p>

Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:

Login

Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)

Registrieren

Back to top