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Die nächste First Line in der Urologie heißt künstliche Intelligenz

Ein Übersichtsartikel aus der Gruppe von Andrew Hung, Cedars-Sinai/USC, ordnet systematisch ein, wohin sich künstliche Intelligenz in der robotischen Chirurgie entwickelt: jenseits des Hypes, entlang der verfügbaren Evidenz und mit Blick auf die Voraussetzungen für klinische Translation. Für die österreichische und europäische Urologie – eingebettet in Strukturen wie ÖGU, EAU, ACCN, CEUS und das europäische regulatorische Umfeld – ist diese Standortbestimmung von strategischer Bedeutung.

Die Autor:innen beschreiben zwei klar unterscheidbare, aber einander ergänzende Entwicklungspfade. Die erste Linie betrifft KI als Assistenzinfrastruktur für Chirurg:innen. Dazu zählen automatisierte, video- und kinematikbasierte Kompetenzbewertung, intraoperative Augmented-Reality-3D-Modelle, automatische Anatomieerkennung, frühe Blutungsdetektion, etwa BLAIR bei der robotisch assistierten radikalen Prostatektomie, antizipatorisches Coaching sowie Telementoring und Telesurgery. Bei der robotisch assistierten radikalen Prostatektomie und der partiellen Nephrektomie sind messbare klinische Effekte dokumentiert: weniger positive Resektionsränder, geringerer Blutverlust und kürzere Ischämiezeiten, bei weiterhin voller Kontrolle durch die Operateur:innen.

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