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Osteoprotektion in der Onkologie

Brustkrebstherapie: Nicht auf den Knochen vergessen!

Verschiedenste onkologische Therapien erhöhen das Risiko, osteoporotische Frakturen zu erleiden. Dies trifft nicht zuletzt auf die bei Brustkrebs indizierten antihormonellen Therapien zu. Die Prävention mit Bisphosphonaten oder Denosumab reduziert nicht nur das Frakturrisiko, sondern verbessert auch das onkologische Outcome.

Assoc. Prof. PD Dr. Georg Pfeiler von der Wiener Universitätsklinik für Frauenheilkunde erläuterte zu Beginn: „Jede osteoporotische Fraktur, selbst ein gebrochener Unterarm, ist mit erhöhtem Mortalitätsrisiko verbunden.“Gleichzeitig ist das Lebenszeitrisiko osteoporotischer Frakturen hoch, es wird bei Frauen auf bis zu 53%, bei Männern auf bis zu 22% geschätzt.1,2 Von osteoporotischen Hüftfrakturen sind 15 bis 23% aller Frauen irgendwann betroffen. Damit ist dieses schwerwiegende Ereignis deutlich häufiger als ein Mammakarzinom, so Pfeiler, der auch betonte, dass die Letalität einer Hüftfraktur jene eines Mammakarzinoms deutlich übersteigt. Nach einer Hüftfraktur ist die Lebensqualität massiv eingeschränkt, viele Betroffene müssen in Pflegeeinrichtungen versorgt werden. Die Situation wird noch dadurch verkompliziert, dass auf eine erste osteoporotische Fraktur häufig weitere Frakturen folgen.

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