© iStockphoto.com/lovelyday12

Opioidsubstitution und Psychotherapie

Perspektiven zur Überwindung des Abstinenzparadigmas

Auch 25 Jahre nach der rechtlichen Grundlegung der Opioidsubstitutionstherapie (OST) tut sich die Psychotherapie schwer damit, die Behandlung als State of the Art zu akzeptieren. Therapien werden weiterhin vorrangig auf Abstinenz – auch vom Substitutionsmedikament – ausgerichtet. Durch diese dogmatische Sichtweise bleiben Behandlungsvorteile der Kombination von OST und Psychotherapie ungenutzt. Nun könnten aktuelle Erkenntnisse aus der Traumatherapie den Paradigmenwechsel von der Abstinenz- hin zu einer echten Akzeptanzorientierung befeuern.

In der Behandlung von Suchterkrankungen spielen komorbide psychische Erkrankungen eine große Rolle. Bei der Opioidabhängigkeit sind dies vor allem Traumafolgeerkrankungen (posttraumatische Belastungsstörung und komplexe posttraumatische Belastungsstörung) sowie Persönlichkeitsstörungen. Spätestens seit Aufkommen der „Selbstmedikationshypothese“ gibt es große Übereinstimmung darin, dass diese komorbiden Erkrankungen der Suchterkrankung oftmals als Grundstörungen vorausgehen und die Substanzeinnahme dazu dient, die negativen Folgen der Grundstörung subjektiv besser bewältigen zu können.1

Sie sind bereits registriert?
Loggen Sie sich mit Ihrem Universimed-Benutzerkonto ein:

Login

Sie sind noch nicht registriert?
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos auf universimed.com und erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln, bewerten Sie Inhalte und speichern Sie interessante Beiträge in Ihrem persönlichen Bereich zum späteren Lesen. Ihre Registrierung ist für alle Unversimed-Portale gültig. (inkl. allgemeineplus.at & med-Diplom.at)

Registrieren

Back to top