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Multiprofessionelles und interdisziplinäres Vorgehen

Neurobiologie und Psychopharmakologie der Anorexia nervosa

Die Anorexia nervosa (AN) ist eine komplexe psychiatrische Erkrankung, die durch strikte Nahrungsrestriktion und eine tiefgreifende Störung der Körperwahrnehmung gekennzeichnet ist. Sie zählt zu den psychischen Störungen mit der höchsten Mortalität. Aktuelle Forschung betrachtet AN zunehmend als eine „metabolisch-psychiatrische“ Störung. Die komplexe Ätiologie und die geringen Ansprechraten auf konventionelle Pharmakotherapie machen eine frühzeitige, multidisziplinäre und evidenzbasierte Intervention notwendig.

Die Diagnose der AN stützt sich auf Kriterien wie ausgeprägte Restriktion der Nahrungszufuhr, starke Angst vor Gewichtszunahme trotz Untergewicht und eine verzerrte Wahrnehmung des eigenen Körpers.1 Die Prävalenz der AN liegt bei Frauen in Europa bei 1–4%.2

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